WSG Tirol gegen Austria Wien

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Austria zittert vor Tiroler Siegesserie

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Für die Austria ist seit Donnerstag die Dreifachbelastung offiziell beendet. Jetzt können die Vielchen den Fokus voll und ganz auf die Liga legen. Den Anfang macht die schwere Auswärtspartie gegen WSG Tirol.

Von Platz neun auf vier innerhalb von drei Runden: Die WSG Tirol hat unbestritten einen Lauf. Mit Lustenau, Hartberg und Klagenfurt standen zuletzt zwar keine echten "Kaliber" auf der Abschussliste, das will man am Sonntag (ab 14.30 Uhr im Sport24-Liveticker) aber im Fußball-Bundesliga-Heimspiel gegen die Wiener Austria nachholen. Die in der Conference League klar gescheiterten "Veilchen" lecken nach der 0:4-Abfuhr bei Hapoel Be'er Sheva ihre Wunden - ein Sieg wäre Balsam für Manfred Fischer und Co.

Am Drücker scheint aber aktuell die WSG zu sein, die mit denkbar breiter Brust "nahtlos" an die vergangenen Wochen anschließen will, wie Thomas Silberberger bestätigte. "Mit einem Heimsieg über die Austria überwintern wir fix in den Top-Sechs. Das hätte uns vor der Saison keiner zugetraut", meinte der Langzeitcoach der Wattener, die mit 10 Punkten bzw. 2 Zählern Vorsprung auf die siebtplatzierten Rapidler auf Rang vier liegen.

Dennoch zeigte Silberberger vor dem Gegner viel Respekt. "Der Name sagt eigentlich alles. Die Austria ist in der Liga sehr gut unterwegs", befand er trotz des jüngsten Zickzackkurses der Wiener. Für sie gab es zuletzt ein Heim-1:3 gegen Salzburg, ein 2:2 beim LASK, sowie ein Last-Minute-2:1 gegen Altach. Das 0:4 bei Hapoel bezeichnete er als "Betriebsunfall mit ungünstigen Voraussetzungen". "Ich habe die Mannschaft davor gewarnt, sie auch nur ansatzweise zu unterschätzen. Es wird am Sonntag extrem knackig."

Tirol mit schmerzhafter Erinnerung an Hinspiel

Das war auch das Hinspiel, das in Wien mit 1:2 verloren ging - trotz rund einstündiger Überzahl nach Rot für Austrias Innenverteidiger Lucas Galvao. "Die Erinnerung daran liegt neben mir", scherzte Silberberger beim Pressetermin am Freitag, "mein Handy ist seitdem kaputt. Weil es an die Mauer geworfen wurde."

Galvao wird auch am Sonntag fehlen, der Brasilianer ist diesmal gesperrt und so wie die Langzeitverletzten Ziad El Sheiwi, Florian Wustinger, Johannes Handl oder Muharem Huskovic einer von zahlreichen Abwesenden bei der Austria. Immerhin kann Stürmer Nikola Dovedan im Vergleich zu den internationalen Spielen wieder mitwirken. Zudem verschaffte Trainer Manfred Schmid Dauerbrennern wie Fischer oder Dominik Fitz in Israel bereits zur Pause Zeit zum Durchatmen. "Wir haben in den letzten Wochen bewiesen, dass wir es mit der Regeneration ganz gut hingekriegt haben", zeigte sich Mittelfeldmann Matthias Braunöder überzeugt.

Die Austria kann sich nach dem Europacup-Aus, das bereits vor dem Hapoel-Spiel festgestanden war, jedenfalls völlig auf die Liga konzentrieren. Wäre man nicht mit drei Minuspunkten gestartet, läge man aktuell sogar zwei Punkte vor der WSG auf Rang vier. So ist man mit 19 Zählern Sechster und damit nur einen Punkt von der unteren Tabellenhälfte entfernt. "Wir stehen gut da in der Meisterschaft, trotz minus drei Punkten sind wir unter den Top sechs", stellte Schmid klar und nahm sich für die Partien gegen die WSG und den WAC (h) das Maximum vor: "Wir wollen die gute Ausgangslage fürs Frühjahr am besten noch mit zwei Siegen verbessern."

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