Dominik Starkl (Admira) und Taylor Booth (St.Poelten) im Kopfball-Duell

Quali-Gruppe

St. Pölten und Admira hoffen auf Trainereffekt

Bei der Admira und spusu SKN St. Pöltenkommt es im NÖ-Derby zum ersten Spiel der Neo-Coaches. Welchem Team gelingt der Trainereffekt?

Die neue Amtszeit von Gerald Baumgartner als Trainer des SKN St. Pölten beginnt mit einem Schlüsselspiel. Der 56-Jährige tritt mit dem Schlusslicht der Fußball-Bundesliga am Samstag auswärts gegen den Vorletzten Admira an. Der Rückstand auf die Südstädter beträgt zwei Punkte, eine Niederlage in der BSFZ Arena sollte also dringend vermieden werden. "Verlieren ist verboten, das ist klar", erklärte Baumgartner.

Mit einem Sieg könnte St. Pölten drei Runden vor Schluss im Idealfall sogar von Platz sechs auf Platz vier vorstoßen, doch mit derartigen Rechenspielen beschäftigt sich Baumgartner nicht. "Wir wollen einfach einen soliden, guten Auftritt hinlegen. Wenn wir das hinkriegen, werden wir uns belohnen", meinte der Salzburger. Zuletzt sei die Mannschaft oft unter Wert geschlagen worden. "Die Ergebnisse haben nicht gepasst, aber die Leistungen schon. Es steckt viel Qualität im Team, die Jungs haben was drauf."

Die Eindrücke in den ersten Tagen seien durchwegs positiv gewesen, erzählte Baumgartner. "Alle ziehen voll mit und wollen alles für den Liga-Erhalt geben. Wir haben versucht, das eine oder andere taktisch zu verändern, viel Energie reinzubringen und Selbstvertrauen aufzubauen." Außerdem wurde auf Teambuilding-Maßnahmen gesetzt. "Wir müssen als Mannschaft auftreten und uns gegenseitig pushen", sagte Baumgartner und kündigte "Mut zum Risiko, aber auch kontrollierte Offensive" an.

Admira-Coach tappt im Dunkeln

Durch den Trainerwechsel beim SKN tappt Admira-Coach Klaus Schmidt etwas im Dunkeln, was die Spielanlage des Gegners betrifft. "Man schaut, wie er zuletzt in Ried hat spielen lassen, wie St. Pölten zuletzt gespielt hat und was der Kader hergibt, und dann reimt man sich was zusammen. Aber da kommen viele Reime heraus", erklärte der Steirer. Daher werde man sich umso mehr auf die eigenen Stärken konzentrieren, betonte Schmidt.

Der 53-Jährige wollte die Bedeutung des Spiels nicht überbewerten. "Ich möchte es nicht hochstilisieren. Es ist eine der letzten vier Partien, die haben eh alle Brisanz genug. Ich will keinen unnötigen Druck aufbauen", erklärte Schmidt, der auch mit einem Remis gut leben könnte. "Wir wissen, dass es um Klassen besser ausschauen würde, wenn wir gewinnen. Aber auch wenn wir am Samstag ungeschlagen bleiben, haben wir die bessere Ausgangsposition als St. Pölten."

Die Admira holte zuletzt ein 0:0 bei der Austria, aus den vergangenen drei Runden schauten vier Punkte heraus. Für St. Pölten hingegen gab es in den jüngsten zehn Liga-Matches sieben Niederlagen und drei Unentschieden. Der bisher letzte Sieg datiert vom 20. Februar, als die WSG Tirol 1:0 geschlagen wurde.