Darum fiel die Wahl auf Goran Djuricin

Rapid-Trainer

Darum fiel die Wahl auf Goran Djuricin

Für viele Experten war es eine Überraschung. Bickel nennt die Gründe.

Das Upgrade vom Interims- zum Cheftrainer bei Rekordmeister Rapid hat bei Goran Djuricin quasi auch Kopfschütteln ausgelöst. "Dass ich da heute stehe, ist wirklich nicht normal", meinte er am Mittwoch nach Bekanntgabe seiner Beförderung. Dass man ihn als "Billiglösung" einstufen könnte, damit kann der 42-Jährige leben. Schließlich ist er überzeugt: "Ich fühle mich gewappnet."

"Ich sehe das nicht abwertend", meinte Djuricin. "Ich bin neu in der Profibranche, werde natürlich nicht dasselbe verdienen wie Garcia. Ich muss mir erst meines verdienen, muss erst auf längere Sicht beweisen, was ich kann", meinte er. Auch klar sei freilich: "Ich habe noch ein Jahr einen Vertrag, die Lösung war also auch praktisch."

Djuricin, der am 9. April seinen Chef Damir Canadi beerbt hatte und mit Rapid schließlich den Klassenerhalt und das Cupfinale fixierte, mutmaßte, dass er "von Haus aus ein bisschen einen Vorteil" gehabt habe. "Wir haben gute Arbeit geleistet, er (Sportdirektor Fredy Bickel, Anm.) war jeden Tag da und hat sich das angesehen. Und die Mannschaft will das, glaube ich, auch. Es war wohl keiner geil drauf, dass er ein neues Gesicht sieht. Das war auch nicht unwichtig."

Geld spielte offenbar keine Rolle

Das bestätigte auch Bickel. "Das wäre dann das fünfte Gesicht innerhalb von zwölf Monaten", meinte der Schweizer im Hinblick auf Zoran Barisic, Mike Büskens und Canadi. Djuricin sei "unterm Strich die einzig richtige und logische Entscheidung". "Ich habe ihm das Wort gegeben, ihm eine faire Chance zu geben. Ich hätte jetzt nur schwer begründen können, warum nicht", präzisierte Bickel.

Der Schweizer weiter: "Er hat die Mannschaft in einer sehr, sehr schwierigen Phase übernommen. Die Mannschaft hat gute Spiele gezeigt und wichtige Siege geholt." Der Faktor Geld - im Budget für die kommende Saison ist schließlich auch noch das Canadi-Gehalt inkludiert - dürfte nicht überbetont werden: "Wenn wir auf das Geld geschaut hätten, hätten wir nicht auch den Betreuerstab ausgetauscht."

"Jeden Spieler weiterentwickeln"

Zudem sei der Umstand zu berücksichtigen, dass der Kader "nicht groß" verändert werden könne. "Für jeden neuen Trainer wäre das eine Hypothek." Djuricin, weiß, was Sache ist, will aus dem Vorhandenen das Beste machen. "Wir haben einen guten Kader, mit dem ist viel möglich. Ich möchte jeden Spieler weiterentwickeln", meinte der Wiener, der sich trotz der bisher kurzen Karriere im Profifußball reif für höhere Weihen sieht.

"Ich mache derzeit meine UEFA-Pro-Lizenz. Ich bin nicht jung und es inzwischen auch gewohnt, vor 20.000 Zuschauern zu coachen", so Djuricin.

Hier der Liveticker zum Nachlesen:

 12:10

Das wars von der Pressekonferenz!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 12:07

Wird Hofmann neuer Rekordspieler?

Djuricin: Es schaut sehr gut aus!

 12:06

Sportliche Ziele?

Djuricin: Ich will meine Philosophie entwickeln, mutiger nach vorne spielen, variabler werden und den Spielern mehr Selbstvertrauen mitgeben. Zumindest müssen wir nächste Saison um einen Europa-League-Platz mitspielen.

 12:03

Djuricin zeigt sich erfreut

Djuricin: Ich glaube, wir haben gute Arbeit in den letzten Wochen geleistet. Mit dieser Entscheidung kommen vielleicht noch ein paar Prozente mehr Sicherheit dazu. Ich rede viel mit meinen Spielern, ich kümmere mich sehr um meine Mannschaft. Vertrauen ist da, Kommunikation ist da. Ich musste Bickel nicht überzeugen, meine Arbeit spricht für mich. Wir müssen jetzt das Level halten. Ich bin allen für die Chance sehr dankbar.

 12:02

Frage: Vorgabe für die neue Saison?

Bickel: Wir müssen demütig sein, wir erwarten wieder eine schwere Saison. Müssen aber vom Kader her vorne mitspielen.

 11:58

Frage: Warum wurde Djuricin Cheftrainer?

Bickel: Ich habe gute Gespräche geführt auch mit anderen Kandidaten. Djuricin war aber die beste Lösung, weil er einen guten Draht zur Mannschaft gefunden hat. Wir wollten nicht wieder mit einem neuen Trainer in die neue Saison gehen. Es war insgesamt die logische Lösung. Der Bonus könnte der Cup sein. Der Trainer weiß, woran er ist.

 11:56

Noch 2 Spiele für Rekord

Hofmann fehlen noch zwei Spiele um den Rekord von Peter Schöttel einzustellen, mit einem Einsatz im Cup-Finale würde er den Rekordhalter übertreffen. Hofmann: "Ich weiß das natürlich, aber es geht jetzt mehr darum, noch zwei gute Spiele in der Liga zu machen, und auch für das Cup-Finale ist das nebensächlich."

 11:55

Hofmann war bereits 2005 dabei

2005 war der Rapid-Kapitän bereits im Finale. Hofmann: "Der Cup-Titel wäre ein guter Schlusspunkt für diese Saion. Was danach kommt, weiß ich noch nicht."

 11:52

Garcia selbstbewusst

Garcia: "Wir gehen mit einem guten Gefühl ins Spiel. Für Rapid geht es um viel, aber beide kämpfen in diesem Finale um einen Titel."

 11:49

Djuricin & Garcia am Wort

Auch die Kapitäne sind dabei, Walke und Hofmann. Djuricin: "Wir sind sehr hungrig auf den Titel. Wir werden es Salzburg so schwer wie möglich machen. Druck ist ganz normal im Fußball. Wir haben jetzt noch zwei wichtige Spiele in der Meisterschaft, aber wir werden uns speziell vorbereiten auf Salzburg."

 11:47

Über 10.000 Rapid-Fans erwartet

Bickel: "Die Fans sind enorm wichtig. Ohne sie wären wir gar nicht im Finale." Salzburg-Sportchef Christoph Freund peilt indessen das Double an - das vierte in Folge! Das wäre historisch. Freund: "Dieser Titel hat einen enormen Stellenwert."

 11:45

Bickel über Cup-Bedeutung

Bickel: "Der Cup-Sieg wäre DIE Möglichkeit, diese verkorkste Saison zu retten. Die Trainer-Wahl hat auch mit dem Cup zu tun. Wir werden uns sehr intensiv vorbereiten."

 11:42

Cup-Finale in Zukunft am 1. Mai

Das Cup-Finale wird in Zukunft früher stattfinden. Der 1. Mai soll der fixe Termin für das Cup-Finale werden.

 11:38

Traumfinale

Robert Sedlacek vom Komitee für Cup-Bewerbe spricht vom "Traumfinale" für Österreich. Sponsor Samsung ist das letzte Mal dabei. Der Bewerb hat sich in den letzten Jahren verbessert, so die Verantwortlichen unisono.

Jetzt kommen die Sportdirektoren Bickel und Freund aufs Podium.

 11:35

Attraktives Finale

Salzburg gegen Rapid lautet die hochattraktive Paarung für das Cup-Finale. Der Cup soll nach Wünschen des ÖFB noch viel attraktiver werden. Die Leute sollen zum Finale pilgern. Der Cup soll ein würdiger Abschluss der Saison sein.

 11:32

Enormes Medieninteresse

So ein großes Interesse gab es wohl noch nie für das österreichische Cup-Finale. Der Samsung-Vertreter weiß, dass das vor allem mit "heutigen Trainer-Entscheidungen" zu tun hat.

 11:27

Los gehts!

Die Pressekonferenz soll sich zuerst nur um das Cup-Finale drehen. Die Journalisten wollen natürlich mit Djuricin reden, es wird danach Möglichkeiten zur Stellungnahme geben.

 11:15

Herzlich willkommen zum oe24-Ticker!

Ab 11:30 stellen sich Rapid-Trainer Djuricin und Salzburg-Coach Garcia den Fragen der Presse rund um das Cup-Finale am 1. Juni. Im Mittelpunkt steht natürlich die überraschende Festlegung von Rapid auf Djuricin als neuen Cheftrainer.