Grenze überschritten

LASK-Krise: Team bestätigt Rassismus-Vorfälle – Fans widersprechen

Der LASK bleibt in der Rassismus-Debatte nach dem Spiel in Graz gespalten: Während Trainer Ritscher und Kapitän Ziereis von "menschenverachtenden" Beschimpfungen berichten, widerspricht die aktive Fanszene der Vereinsdarstellung. Der Stimmungsboykott in Linz wird fortgesetzt.

Trainer Maximilian Ritscher bestätigte vor dem Altach-Spiel konkrete Vorfälle: "Spieler sind auf uns zugekommen und haben gesagt, dass sie rassistisch beschimpft wurden." Die Mannschaft verzichtete daraufhin auf die übliche Verabschiedung von den Auswärtsfans. Kapitän Philipp Ziereis betonte: "Wir würden es wieder so machen."

Zwei Vorfälle im Fokus

Neben den Grazer Vorkommnissen untersucht der Verein einen Zwischenfall bei den Amateuren, wo ein Zuschauer nationalsozialistisches Gedankengut verherrlicht haben soll. Die Fan-Gruppierung "Landstrassler" distanzierte sich von der Person, bestritt aber Verbindungen zur aktiven Szene.

Konflikt mit Vereinsführung

Der seit längerem schwelende Konflikt mit Geschäftsführer Siegmund Gruber eskalierte weiter. Die Fans werfen dem Verein vor, die Szene "diskreditieren" zu wollen und halten am Stimmungsboykott fest. Ritscher betonte: "Wir wollen nicht alle über einen Kamm scheren", aber die Grenzen seien klar überschritten.

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