Rapid: Diese Baustellen warten auf Canadi

Büskens-Nachfolger

Rapid: Diese Baustellen warten auf Canadi

Canadi übernimmt bei Rekordmeister: Das erwartet ihn in Hütteldorf.

Der SK Rapid plant den Neustart. Und Altachs Erfolgsmacher Damir Canadi (46) soll ihn verantworten. Am Freitag wurde er als neuer Trainer präsentiert. Der Wiener muss als "Wunderwuzzi" die Saison retten, hat kaum Zeit, um sich einzugewöhnen, oder gar die Spieler besser kennenzulernen.

+++ Damir Canadi ist neuer Rapid-Trainer +++

Am 20. November steigt der Super-Hit gegen Meister Red Bull Salzburg. Wollen die Hütteldorfer noch einmal ins Titelrennen einsteigen, muss bei den Bullen ein Sieg her.

Ähnlich ist die Ausgangslage vier Tage später in der Europa League. Bei Genk muss Rapid gewinnen, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren. Und dann kommt auch noch Bundesliga-Leader Sturm - zum Abschluss von Rapids Woche der Wahrheit.

"Er muss schnellstens die Wende bringen"

"Er steht von der ersten Minute an schwer unter Druck", weiß Kolumnist Hans Krankl:  "Er muss schnellstens die Wende schaffen, weg von den schlechten Momenten der letzten Wochen. Ein Erfolg alleine wird da mit Sicherheit nicht reichen, da muss schon eine Siegesserie gestartet werden."

Canadi hat er in kürzester Zeit mehrere Baustellen zu schließen. Wir geben einen Überblick:

Verletzungsmisere:
Wichtige Stützen wie Stefan Schwab, Steffen Hofmann, Philipp Schobesberger, Stephan Auer sowie Christopher Dibon sind außer Gefecht. Darauf hat der neue Chefcoach zwar keinen Einfluss. Aber: Er muss ohne sie ein Konstrukt schaffen, das funktioniert und gewinnt. Mit Neuzugängen ist im Winter nämlich nicht zu rechnen.

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Neuzugänge heranführen: Vielmehr gilt es die Rekordtransfers des Sommers Arnor Ingvi Traustason und Ivan Mocinic, die Ex-Sportdirektor Andreas Müller für insgesamt vier Millionen Euro geholt hat, besser zu integrieren. Sie konnten bislang noch selten überzeugen. Heißt: Sie müssen ihr Geld reinspielen!

Variable Spielsysteme: Präsident Michael Krammer betonte nach der Entlassung von Mike Büskens, er wolle einen Nachfolger mit taktischer Variabilität verpflichten. Canadi erfüllt jenes Anforderungsprofil hervorragend. Zuletzt war offensichtlich, dass ein Plan B und C fehlt. Das Rapid-Spiel ist für Gegner zu durchschaubar geworden.

Europacup-Startplatz:
Die wohl wichtigste Baustelle ist der Tabellenrang. Als Fünfter liegt Grün-Weiß nicht nur weit hinter dem ausgegebenen Ziel Meistertitel, man muss sogar um einen Europacup-Platz bangen. Der ist immer Pflicht. Aber selbst der ganz große Wurf wird in Hütteldorf trotz neun Punkten Rückstand nicht abgeschrieben. Der neue Coach soll es möglich machen.