Rapid: So lief der Beric-Deal

Abgang bestätigt

Rapid: So lief der Beric-Deal

Die beiden Klubs einigten sich Montag-Nachmittag auf einen Beric-Transfer.

Torjäger Robert Beric verlässt Österreichs Fußball-Vizemeister Rapid Wien. Der 24-jährige Slowene wechselt vom aktuellen Bundesliga-Tabellenführer in die französische Ligue 1 zu Rekordmeister AS Saint-Etienne, der seit 1981 keinen Titel mehr gewonnen hat und derzeit Siebenter ist. Das gab Rapid am Montagnachmittag wenige Stunden vor Ablauf der Transferzeit bekannt.

Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart. Laut Medienberichten soll sie im Bereich von 5,5 Mio. Euro liegen.

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Müller bedauert Abgang
Rapid wollte den 24-Jährigen, der für die Hütteldorfer 33 Treffer erzielte unbedingt halten und legte ihm ein stark verbessertes Angebot seines bis 2018 laufenden Vertrages vor. Beric schlug das Angebot aus und macht deutlich, in eine Top-Liga wechsel zu wollen.

"Wir wollten Beric unbedingt weiter in unserer Mannschaft halten, auch aus wirtschaftlicher Sicht war und ist ein Transfer nicht notwendig.  Robert war im Gegensatz zu uns bedauerlicherweise nicht mehr der Meinung, dass ein Verbleib bei Rapid für ihn die beste Möglichkeit ist", kommentierte Sportdirektor Andreas Müller den schmerzlichen Abgang. 

"Zoki" versteht Beric
Auch Cheftrainer Zoran Barisic bedauerte den Abgang seines Torjägers, zeigte aber auch Verständnis. "Wir dürfen ab einem gewissen Zeitpunkt unseren Spielern gewisse Chancen und Herausforderungen, die sie unbedingt wahrnehmen wollen, nicht verbauen", meinte der 45-Jährige. "Zudem ist es einfach Fakt, dass in großen Ligen wie Frankreich die wirtschaftlichen Möglichkeiten für die Clubs wesentlich besser sind als hierzulande. Ich wünsche Robert für seine weitere Laufbahn alles Gute, er hat für Rapid immer hundert Prozent gegeben und wird uns in guter Erinnerung bleiben."

Barisic ist überzeugt, dass seine Mannschaft auch ohne Beric in der Meisterschaft und in der am 17. September beginnenden Gruppenphase der Europa League eine gute Rolle spielen kann. "Wie ich schon öfter gesagt habe, können wir über Beric hinaus auf einen hervorragenden Kader bauen, der mein volles Vertrauen genießt", betonte der Rapid-Trainer. Müller blieben indes nur wenige Stunden Zeit, um vielleicht noch einen neuen Stürmer zu verpflichten.

Neue Herausforderung gesucht
Beric selbst ist nach dem erfolgreichen Transfer naturgemäß erleichtert, auch wenn ihm der Abgang aus Wien alles andere als leicht fällt. "Ich habe mich bei Rapid immer sehr wohl gefühlt und konnte mich Dank meiner Mitspieler und des Trainerteams auch entscheidend verbessern. Als Profifußballer muss ich aber auch meine persönliche sportliche und wirtschaftliche Entwicklung im Auge haben und daher war es mein Wunsch, in die Ligue 1 nach Frankreich zu wechseln."