3:0 - Rapid gibt sich keine Blöße gegen WAC

ÖFB-Cup

3:0 - Rapid gibt sich keine Blöße gegen WAC

Rapid steht nach klarem Sieg gegen den WAC im Cup-Viertelfinale.

Rapid hat am Mittwochabend im ÖFB-Cup gegen den WAC einen echten Befreiungsschlag gelandet. Die Hütteldorfer siegten auswärts mit 3:0 und überzeugten dabei auch spielerisch. Die in der Liga auf Platz vier und damit vor Rapid klassierten Wolfsberger taten sich über die gesamte Spielzeit schwer und konnten nicht dagegen halten.

Erschwerend wirkte sich sicher der unglückliche Ausfall von Stürmer Dever Orgill aus. Der Jamaikaner hatte zuletzt gegen St. Pölten spektakulär getroffen. Gegen Rapid musste er nach einem Zweikampf mit Christopher Dibon bereits nach wenigen Minuten vom Feld. Der fraglich gewesene Stürmer stieß bei einem Duell mit dem Kopf von Dibon zusammen und wurde mit angelegter Halskrause nach zehn Minuten vom Platz getragen.

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Orgill erlitt eine Gehirnerschütterung

Wie Untersuchungen im Krankenhaus ergaben erlitt der 28-Jährige eine Gehirnerschütterung. Dibon konnte vorerst weitermachen, musste aber kurz vor der Pause selbst verletzt vom Feld.

Die Rapidler revanchierten sich damit auch für das Viertelfinal-Aus gegen den WAC im Jahr 2015. Damals hatte noch der jetzige Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer bei den Kärntnern das Sagen gehabt. Beide Teams wollten unbedingt die nächste Runde erreichen und verzichteten auf eine große Rotation. In den Startformationen gab es nur je zwei Änderungen gegenüber den Ligapartien am Wochenende. Bei Rapid kamen Mert Müldür (für Marvin Potzmann) und Dejan Ljubicic (Manuel Martic) in die Mannschaft, beim WAC Manfred Gollner (Mario Leitgeb) und Sven Sprangler (Marc Andre Schmerböck).

Rapid von Beginn an bemüht

Rapid versuchte, von Beginn an die Initiative zu übernehmen, tat sich aber genauso wie die Hausherren im Herausspielen von Chancen sehr schwer. Nach Murg-Flanke köpfelte Pavlovic schließlich aus kurzer Distanz ein. Der Ex-Kopenhagen-Akteur war auch für den zweiten Gästetreffer verantwortlich, der sehr glücklich fiel. Ein Klärungsversuch von Marcel Ritzmaier landete genau im Lauf von Pavlovic, der kurz vor dem Pausenpfiff keine Mühe hatte, aus zehn Metern ins Eck zu vollenden. Die beiden Treffer waren die einzigen nennenswerten Möglichkeiten in Hälfte eins.

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Pavlovic traf gleich zweimal für Rapid

Zur Pause musste auch Dibon am Fuß angeschlagen in der Kabine bleiben. Für ihn kam Mateo Barac in die Partie. Am Spielgeschehen änderte sich wenig. Der seit der Orgill-Verletzung geschockt wirkende WAC konnte nicht zusetzen. Auf der anderen Seite machten die Wiener endgültig den Sack zu. Nach kurz abgespielter Ecke kam Knasmüllner im Strafraum aus seitlicher Position zum Abschluss und traf genau ins Eck.

Gleich darauf kam der WAC durch Michael Novak erstmals gefährlich zum Abschluss, der Ball ging daneben (55.). Sonst war nur noch ein in den Corner gelenkter Gschweidl-Abschluss (76.) nennenswert. Nach vier Remis und zwei Niederlagen in den jüngsten sechs Auftritten verließ Rapid das Lavanttal seit langem wieder einmal mit einem lachenden Gesicht. Nach dem 2:0-Sieg in der Liga am Sonntag gegen die Admira zeigt die Formkurve weiter nach oben.