Was für ein Fußball-Krimi in der Red-Bull-Arena! Der LASK besiegt Red Bull Salzburg in der 26. Runde der Bundesliga dramatisch mit 3:2 und sorgt für eine faustdicke Überraschung im Titelkampf.
Der Titeltraum von Red Bull Salzburg hat am Freitagabend einen massiven Knacks erhalten. In einer dramatischen Partie unterlagen die Bullen dem LASK vor 8.737 Zuschauern in Wals mit 2:3. Während Maurits Kjaergaard (91.) kurz vor Schluss noch für den vermeintlichen Punktgewinn sorgte, nutzte Xavier Mbuyamba (95.) einen fatalen Abwehrfehler von Frans Krätzig in der allerletzten Minute zum Linzer Sieg.
Kühbauer-Plan geht früh auf
Die Linzer starteten mit derselben Elf wie beim Sieg gegen die Austria und gingen früh durch Modou Keba Cisse (8.) in Führung, der eine Horvath-Flanke per Kopf verwertete. Salzburg-Coach Daniel Beichler, der auf die Startelf-Rückkehrer Stefan Lainer und Kerim Alajbegovic setzte, sah zwar mehr Ballbesitz seines Teams, aber wenig Zwingendes. Erst Karim Konate (28.) besorgte nach Traumpass von Anrie Chase den Ausgleich für die Hausherren.
Kalajdzic-Jubel und Joker-Glück
Nach der Pause drehte der LASK auf. Sasa Kalajdzic (61.) brachte die Linzer nach starker Vorarbeit von Samuel Adeniran erneut in Front und jubelte gewohnt cool im Basketball-Stil. Salzburg drückte in der Folge, Alajbegovic (79.) scheiterte noch am Aluminium. Der LASK rückt durch diesen Erfolg bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Sturm Graz heran, während Salzburg unter Beichler die bereits vierte Niederlage einstecken muss und auf Rang vier abrutscht.
Rätsel um Clement Bischoff
Abseits des Rasens sorgte die Personalie Clement Bischoff für Tuscheln auf der Tribüne. Der Däne fehlte zum dritten Mal in Folge im Kader. Berichte über eine Suspendierung nach einem Vorfall im Training wollte Trainer Beichler vor dem Anpfiff nicht kommentieren. Für die Bullen ist es nach dem mühevollen Sieg in Hartberg der nächste herbe Rückschlag, während der LASK unter Dietmar Kühbauer pünktlich zum Saisonfinale in Topform agiert.