Den ÖSTERREICH-Experten Frenkie Schinkels und Toni Polster platzt nach dem überraschenden Stöger-Abschied von der Austria der Kragen.
Nach dem angekündigten Abschied von Peter Stöger sind die Austria-Legenden sprachlos. „Mit ihm haben sie den letzten Strohhalm verloren, an den sich die Fans geklammert haben“, wütet Toni Polster. In die selbe Kerbe schlägt Ex-Coach Frenkie Schinkels: „Das war ein Eigentor. Peters Entscheidung kann ich absolut verstehen. Ihm liegt die Austria am Herzen. Aber mit diesen Leuten an seiner Seite, mit dieser Perspektive, würde sich Stöger selbst ins Knie schießen.“
Polster und Schinkels haben – wie die Fans – einen Hauptschuldigen ausgemacht: Vorstand Markus Kreatschmer. „Er ist für dieses Chaos verantwortlich. Er hat die Austria in den sportlichen und finanziellen Ruin geführt“, sagt Polster. Dass er verlängert, ist für ihn „nur noch peinlich, ein Kasperltheater.“
Schinkels: "Wie tief soll die Austria noch sinken?"
Schinkels untermauert: „Natürlich hat er zu Beginn eine erfolgreiche Zeit gehabt. Aber das ist ihm alles zu Kopf gestiegen, er versucht eine One-Man-Show zu machen. Markus, deine Zeit ist längst abgelaufen.“ Kraetschmers Vertragsverlängerung ist für Schinkels „nicht nachvollziehbar“: „Er ist für die aktuelle Situation hauptverantwortlich. Wie tief soll die Austria noch sinken? Markus, willst du die Austria zur Titanic machen?“
Austria muss um die Liga-Lizenz bangen
Ab Juni gibt es in Favoriten keinen Trainer, keinen Sportboss, dazu laufen 13 Spielerverträge aus. Wer bestellt den neuen Boss? „Hoffentlich nicht Kraetschmer, da wissen wir, was da rauskommt“, so Schinkels. Er befürchtet, dass sich jetzt Investor Insignia breit macht und seine Leute nach Favoriten beordert. Schinkels: „Der Gedanke ist einfach traurig.“
Apropos Investor: Noch floß kein Geld, am Dienstag erteilt die Liga die Lizenzen für kommende Saison. Ohne Bankgarantien geht die Austria wohl leer aus. „Das sagt eh schon alles“, so Polster.