Sturm mit Sieg fast fix in Meistergruppe

Bundesliga

Sturm mit Sieg fast fix in Meistergruppe

Sturm Graz feiert 2:0-Sieg gegen Admira - Tirol schlägt WAC 2:0, Nullnummer bei Mattersburg gegen Altach.

Schlusslicht WSG Tirol hat am Samstag in der 20. Fußball-Bundesliga-Runde einen überraschenden 2:0-Heimsieg über den drittplatzierten WAC gefeiert und damit nach Punkten zum Vorletzten Admira aufgeschlossen. Die Südstädter kassierten gegen Sturm Graz eine 0:2-Heimniederlage, wodurch die Steirer ziemlich sicher in der Meistergruppe stehen.

Die Partie Mattersburg gegen Altach endete 0:0. Am Sonntag kommt es zu den Duellen LASK - St. Pölten, Hartberg - Rapid (jeweils 14.30 Uhr) und Austria - Red Bull Salzburg (17.00 Uhr). Alle Spiele im oe24-LIVE-Ticker!

Sturm fast fix in Meistergruppe

Sturm Graz hat im dritten Frühjahresauftritt das erste Erfolgserlebnis verbucht und den wohl entscheidenden Schritt zur Teilnahme an der Meistergruppe getan. Im Auswärtsspiel bei der Admira fuhren die Steirer am Samstag einen unspektakulären 2:0-(1:0)-Erfolg ein. Juan Dominguez (16.) nach einem Eckball und Kolja Pusch per Eigentor (56.) nach einem Hierländer-Freistoß trafen ins Tor der Südstädter.

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Die Admira verlor auch das siebente Liga-Aufeinandertreffen mit den Steirern in Folge. Bei Sturm, wo Berichte über die Zukunft von Sportchef Günter Kreissl zu Wochenbeginn für interne Diskrepanzen gesorgt hatten, dürfte nach dem Dreier in der Südstadt vorerst wieder Ruhe einkehren. Der Vorsprung des Tabellenfünften auf die siebentplatzierte Austria beträgt vor dem Sonntag-Spiel der Wiener gegen Salzburg neun Zähler. Gelingt den Violetten kein Heimsieg, ist Sturm zwei Runden vor Ende des Grunddurchgangs fix durch. Die Admira ist als Vorletzter nun punktegleich mit der WSG Tirol.

Sturm ohne Glanz zu wichtigem Dreipunkter

Eine Viertelstunde lang bot sich den knapp 2.900 Zuschauern in der BSFZ-Arena eine umkämpfte, aber ereignisarme Partie. Eine Standardsituation sollte die Patt-Stellung schließlich brechen. Ivan Ljubic scheiterte per Kopf nach einem Hierländer-Eckball noch an Admira-Goalie Andreas Leitner, Dominguez bugsierte den Ball aber im Nachsetzen mit der Schulter über die Linie. Die Admiraner reklamierten ein Handspiel des Spaniers, der Treffer zählte dennoch.

Die Grazer, bei denen der 20-jährige Niklas Geyrhofer in Abwesenheit des angeschlagenen Anastasios Avlonitis in der Verteidigung sein Bundesliga-Debüt gab, taten danach wenig für die Partie. Die Admira musste reagieren und arbeitete sich das eine oder andere Mal gefährlich in den Strafraum der Gäste. Der von Beginn an aufgebotene Erwin Hoffer ließ sich aber zu weit abdrängen (28.), Goalgetter Sinan Bakis schloss zweimal zu zentral ab. Pusch war nach einem Kontakt von Otar Kiteishvili zuvor im Strafraum gefallen, erhielt von Schiedsrichter Sebastian Gishamer aber Gelb für eine "Schwalbe" (21.) statt Elfmeter.

Sturm konnte sich auch nach Seitenwechsel auf eine Standardsituation verlassen. Pusch verlängerte einen Hierländer-Freistoß ins eigene Gehäuse, Leitner hatte das Nachsehen. Sturm hätte danach noch Treffer Nummer drei nachlegen können. Bei der Admira brachte die südkoreanische Salzburg-Leihgabe Kim Jung-min neuen Schwung, dem Anschlusstor kamen die Niederösterreicher aber nicht mehr nahe.

Mattersburg gegen Altach endete 0:0 - mehr dazu auf Seite 2

WAC verlor bei WSG 0:2 - Tiroler Niederlagenserie zu Ende - mehr dazu auf Seite 3

 

Das Spiel der 20. Fußball-Bundesliga-Runde zwischen dem SV Mattersburg und dem SCR Altach hat am Samstag mit einem 0:0 geendet. Die Gastgeber verpassten damit den dritten Sieg in Folge, beendeten aber immerhin ihre Niederlagen-Serie vor eigenem Publikum - zuvor war der SVM im Pappelstadion viermal in Folge als Verlierer vom Platz gegangen.

Dass es nicht zum ersten Heimerfolg seit dem 2:1 gegen Hartberg in der Auftaktrunde reichte, lag an der mangelnden Chancenauswertung der Mattersburger vor der Pause. Bereits in der vierten Minute tauchte Martin Pusic nach Pass von Jano allein vor Altach-Goalie Martin Kobras auf, schoss aber deutlich über die Latte.

In der 25. Minute fischte Kobras einen Schuss von David Nemeth aus dem langen Eck, elf Minuten später rettete Altach-Verteidiger Philipp Schmiedl bei einem Schuss von Jano aus kurzer Distanz. Kurz vor der Pause erlitt der Spanier offenbar eine schwere Knieverletzung und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Ohne ihren Abwehrchef Jano wirkten die Burgenländer, die schon ihren Top-Torschützen Andreas Gruber vorgeben mussten, nach dem Seitenwechsel etwas verunsichert. Die Altacher kamen besser ins Spiel, schafften es aber nicht, auch nur eine wirklich zwingende Gelegenheit herauszuspielen.

Doch auch die neuntplatzierten Mattersburger wurden nicht mehr wirklich gefährlich, wodurch ihr Vorsprung auf Schlusslicht WSG Tirol auf drei Zähler schmolz. Der Tabellenachte aus Vorarlberg wiederum ist schon seit fünf Matches ungeschlagen und liegt sechs Punkte vor den Tirolern, kann es aber definitiv nicht mehr in die Meistergruppe schaffen.

WAC verlor bei WSG 0:2 - Tiroler Niederlagenserie zu Ende - mehr dazu auf Seite 3

 

Der WAC hat im zweiten Fußball-Bundesliga-Spiel unter Neo-Trainer Ferdinand Feldhofer die erste Niederlage kassiert. Die Kärntner verloren am Samstag zum Auftakt der 20. Runde bei Aufsteiger WSG Tirol mit 0:2 (0:2) und verabsäumten es, zumindest für einen Tag in der Tabelle am Dritten Rapid vorbeizuziehen. Die Tiroler beendeten ihre Niederlagenserie, sind aber nach wie vor Schlusslicht.

Der als Ersatzmann für den gesperrten Lukas Grgic ins Team gerückte Michael Svoboda (34.) sorgte im Innsbrucker Tivoli Stadion Tirol für die Führung. Für den ÖFB-U21-Teamspieler war es im 20. Match der Bundesliga-Premierentreffer. Routinier Zlatko Dedic (43.) erhöhte mit seinem siebenten Saisontor noch vor der Pause. Die Tiroler gingen nach acht Pflichtspiel-Niederlagen in Folge wieder einmal als Sieger vom Platz und zogen nach Punkten mit dem Vorletzten Admira gleich.

Feldhofer hatte nach dem siegreichen Debüt beim 3:0 gegen Hartberg keinen Grund, seine Anfangsformation zu verändern. Die Winter-Zugänge Miguel Vieira, Milos Jojic und Cheikhou Dieng durften wieder vom Start weg ran. Bei den Tirolern gab es vier Änderungen gegenüber dem 0:2 bei Rapid. Der zuletzt gesperrte Tormann und Kapitän Ferdinand Oswald rückte wieder in die Mannschaft, in der Innenverteidigung ersetzte Stefan Hager den wegen einer Oberschenkelzerrung ausgefallenen Ione Cabrera. Im Mittelfeld durften sich Svoboda und Florian Rieder neu beweisen.

Die neue Formation zeigte vor nur 1.250 Zuschauern kaum Respekt vor dem höher eingeschätzten Gegner, sorgte für eine Partie auf Augenhöhe. Alexander Kofler konnte bei einem Dedic-Abschluss (14.) gerade noch den frühen Rückstand verhindern. Auf der anderen Seite stand den Tirolern das nötige Glück zur Seite. Bruno Soares brachte Dieng im Strafraum zu Fall, der Elfmeterpfiff von Julian Weinberger blieb aus (24.).

Sonst waren Topchancen der Gäste Mangelware und die Hausherren übernahmen nach etwas mehr als einer halben Stunde richtig das Kommando. Nach einer Rieder-Ecke stieg Svoboda am Höchsten und köpfelte ein. Der 21-Jährige glänzte auch noch als Assistgeber, erkämpfte sich in der eigenen Hälfte den Ball, bediente Dedic ideal mit einem Lochpass und der Slowene ließ Kofler keine Chance.

Feldhofer reagierte zur Pause und brachte Alexander Schmidt für Dieng. Der 22-Jährige rückte auch in den Mittelpunkt, ließ im Abschluss aber die nötige Effizienz vermissen, fand zweimal (50., 71.) seinen Meister in Oswald. Damit hat es der WAC weiterhin noch nie geschafft, zum Frühjahrsstart zweimal in Folge zu gewinnen und blieb nach dem 2:2 im Lavanttal auch im zweiten Saisonduell mit Wattens sieglos. Für die Tiroler stürmte neuerlich Stefan Maierhofer, der auch sein fünftes Liga-Heimspiel gegen den WAC gewann. Erstmals blieb er dabei ohne Torerfolg.

Mit Sara Telek war erstmals eine österreichische Linienrichterin in der Bundesliga im Einsatz. Die 31-Jährige, die unterhalb der Bundesliga bereits zahlreiche Männerspiele als Referee geleitet hat, agierte unauffällig. Sie konnte also mit ihrem Premierenauftritt durchaus zufrieden sein.