VAR in Bundesliga

Debakel bei Videoschiri-Debüt

Erstes Liga-Tor wird zur VAR-Farce

Gleich beim ersten Einsatz des Videoschiedsrichters in der Bundesliga kommt es zum Debakel. 

Der Videoschiedsrichter ist heuer auch in Österreich im Einsatz. Beim Bundesliga-Auftakt Sturm Graz gegen RB Salzburg sind die Augen auf das neue VAR-System gerichtet. Der fünfte Offizielle wird gleich in der 11. Minute auf die Probe gestellt: Graz gelingt der Führungstreffer, der Linienrichter hebt die Fahne und der VAR Harald Lechner überprüft die Entscheidung aus der Zentrale in Wien.

© Screenshot/Sky
VAR
× VAR

Knapp 5 Minuten (!) müssen die Zuschauer um das Tor bangen. Zwischen 10:52 - 15:28 passiert erstmal gar nichts. Stille im Stadion, der Schiedsrichter Walter Altmann hält die Hand am kleinen Headset und wartet auf die finale Entscheidung des fünften Offiziellen. Nach fast fünf Minuten ist es soweit. Altmann schaut sich die TV-Bilder an und entscheidet schließlich auf Tor für die Grazer! 

© GEPA
VAR
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Foda: "Sollten Geduld mit VAR haben"

Sky-Experte Marc Janko meinte zur Unterbrechung: "Sie sollen sich lieber Zeit lassen. Lieber richtig richtig als dann richtig falsch." ÖFB-Teamchef Franco Foda meldete sich in der Halbzeit zu Wort. "Wir wollen gerechten Fußball. Klar, die Entscheidung hat eben ein bisschen gedauert. Aber wir sollten ein bisschen Geduld haben mit dem VAR, das wird sich sicher einspielen." 

An den VAR hat Foda eher schlechte Erinnerungen, als unserem Team gegen Italien bei der EURO 2020 ein Tor von Arnautovic aberkannt wurde. Den Schwung nach den guten Leistungen des ÖFB-Teams gilt es mitzunehmen. "Die Stimmung in der Mannschaft war gut, wir hatten viel Freude, haben Geschichte geschrieben. Wir wollen jetzt den nächsten Schritt gehen, haben in der WM-Quali einiges aufzuholen", so Foda.

 

Videoschiedsrichter Lechner rechtfertigt Entscheidung: