Viertelfinale

3:1 nach Verlängerung: Altach schießt Sturm Graz aus dem Cup

Fußballmeister Sturm Graz ist am Sonntag im ÖFB-Cup-Viertelfinale gescheitert.  

Die Steirer verloren mit ihrem neuen Coach Fabio Ingolitsch bei dessen Ex-Verein Altach 1:3 nach Verlängerung. Die Vorarlberger zogen nach Toren von Patrick Greil (52./Elfmeter-Nachschuss, 105.) und Srdan Hrstic (102.) bzw. Axel Kayombo (72.) erstmals ins Cup-Semifinale ein. Sturm beendete das Match nach Gelb-Rot für Tim Oermann (79.) und der Verletzung von Keeper Danijl Chudjakow (110.) zu neunt.

Vor dem Anpfiff wurden Ingolitsch und der ebenfalls in dieser Transferzeit von den Rheindörflern zu Sturm gewechselte Verteidiger Paul Koller von Altach-Präsident Peter Pfanner und -Sportchef Philipp Netzer unter dem Applaus des Publikums im Stadion Schnabelholz verabschiedet. Danach gab es für die Fans lange keine Highlights zu sehen, dafür aber viele Zweikämpfe, hohe Bälle und Fehlpässe.

Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurde es rasanter. Greil scheiterte aus wenigen Metern an Schlussmann Chudjakow (40.) und legte kurz darauf für Massombo ab, der mit seinem zu unplatzierten Flachschuss ebenfalls in Chudjakow seinen Meister fand (42.).

Greil verwertete Elfer erst im Nachschuss

Die Altacher Führung folgte bald nach Wiederanpfiff. Lukas Jäger wurde im gegnerischen Sechzehner vom ungeschickt agierenden Otar Kiteishvili zu Fall gebracht. Den dafür verhängten, von Greil ausgeführten Strafstoß konnte Chudjakow abwehren - allerdings genau vor die Füße von Greil, der mühelos abstaubte.

Erst nach dem Gegentor wurden die Gäste, bei denen Kapitän Jon Gorenc Stankovic wegen einer Erkrankung fehlte, eine Spur initiativer. Ein von Altach-Goalie Dejan Stojanovic parierter Kopfball von Tomi Horvat war lange Zeit das Höchste der Gefühle. Das 1:1 fiel praktisch aus dem Nichts und war zwei kurz zuvor eingetauschten Kickern zu verdanken. Jacob Hödl zog innerhalb des Strafraums aufs kurze Eck ab, Stojanovic parierte, doch Kayombo stand goldrichtig und hatte keine Mühe, den Ball im Netz unterzubringen.

Sturm wähnte sich im Aufwind und musste dann doch den nächsten Rückschlag hinnehmen - Oermann sah nach einem Zweikampf mit Marlon Mustapha Gelb-Rot (79.). Daraufhin war der Meister vor allem darum bemüht, nicht viel zuzulassen und das Glück im Elferschießen zu suchen. So weit kam es aber nicht. Nach einer Maßflanke von Mohamed Ouedraogo stellte "Joker" Hrstic mit einem etwas glücklichen, weil nicht optimal getroffenen Kopfball-Aufsetzer aus kurzer Distanz auf 2:1. Bald danach legte der in der 81. Minute eingetauschte Stürmer allein vor Chudjakow uneigennützig für Greil ab, der locker zum Endstand vollendete.

Chudjakow verletzt, Gazibegovic im Finish im Sturm-Tor

Sturm konnte nicht mehr zusetzen und hatte zudem das Pech, dass sich Chudjakow nach Ausschöpfung des Wechselkontingents verletzte. Daher stand in den letzten Minuten Jusuf Gazibegovic im Tor.

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