Christoph Knasmüllner (Rapid Wien)

"Kommen nicht als Schlachtopfer"

Rapid prallt auf Polsters Viktoria

Rapids Cup-Auftakt hat es in sich: Toni Polster kommt mit der Viktoria nach Hütteldorf.

Die Fußball-EM ist Geschichte, dafür rollt ab nächster Woche wieder in der Bundesliga der Ball. Schon dieses Wochenende sind die Klubs aber im Cup gefordert - und auf Rapid wartet in der ersten Runde ein besonderer Leckerbissen: die Viktoria. Das Duell mit dem Regionalligisten hat es in sich. Es ist nicht nur ein kleines Wiener Derby, sondern nach 15 Monaten auch das erste Pflichtspiel ohne Zuschauerbeschränkungen. Die drei Gs (geimpft, getestet, genesen) vorausgesetzt, ist im Weststadion ein ausverkauftes Haus möglich.

Polster-Elf will sich gegen Favoriten teuer verkaufen

Dazu hat die Viktoria einen großen Namen auf der Trainerbank sitzen: Toni Polster, Rekordtorschütze des ÖFB-Teams und Legende von Rapids Erzrivale Austria. Trotz klarer Außenseiterrolle richtet er eine Kampfansage Richtung Hütteldorf: "Wir kommen sicher nicht ins Rapid-Stadion, um uns niederzuknien und als Schlachtopfer zu präsentieren."

Cup-Duell ist Rapids Generalprobe für Sparta

Der Druck liegt aber ohnehin bei den Grün-Weißen. Der Aufstieg ist Pf licht, alles andere wäre vor dem Champions-League-Qualifiaktionsspiel gegen Sparta Prag am Dienstag ein herber Rückschlag. Zuletzt holte sich Rapid aber schon im Test gegen Kopenhagen mit 1:0 Selbstvertrauen. Goldtorschütze Ercan Kara weiß aber: Jetzt geht es ans Eingemachte!"

Toni Polster im ÖSTERREICH-Interview

»Freuen uns auf das Spiel«

ÖSTERREICH: Wie ist die Erwartungshaltung vor dem Rapid-Duell?

Toni Polster: Wir freuen uns drauf, auch wenn wir noch mitten in der Vorbereitung sind. Unser Kader ist nicht sehr groß, für ein paar Spieler fehlt auch noch die Freigabe. Aber wir kommen nicht ins Rapid-Stadion, um uns als Schlachtopfer zu präsentieren.

ÖSTERREICH: Wo ist Rapid angreif bar, dass vielleicht eine Sensation gelingt?

Polster: Genau wie wir sind sie noch nicht eingespielt, Automatismen greifen vielleicht noch nicht.

ÖSTERREICH: Wie groß ist die Vorfreude auf so ein Spiel vor gefüllten Rängen?

Polster: Es wird eine schöne Aufgabe für unsere Spieler, die auch dorthin wollen. Sie können die Atmosphäre aufsaugen.

ÖSTERREICH: Was bedeutet das Duell für dich als Austrianer?


Polster: Ich habe nie verstanden, dass man als Austrianer Rapid hassen muss. Ich habe sie immer als tollen Klub respektiert. Das ist sportliche Fairness, die herrschen sollte.