Rapid deklassiert Grödig mit 4:0-Sieg
Rapid deklassiert Grödig mit 4:0-Sieg
Rapid deklassiert Grödig mit 4:0-Sieg

Bundesliga

Rapid deklassiert Grödig mit 4:0-Sieg

Wolfsberger biegen Wiener Neustadt mit klarem Sieg.

SK Rapid Wien - SV Grödig Endstand 4:0 (2:0)
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 15.700, SR Schörgenhofer.
Tore: 1:0 ( 4.) Pavelic, 2:0 ( 9.) Schaub, 3:0 (47.) F. Kainz, 4:0 (66.) Schobesberger

Rapid hat am Samstagabend in der 25. Fußball-Bundesliga-Runde einen souveränen 4:0-(2:0)-Pflichtsieg über Abstiegskandidat Grödig gefeiert und damit Platz zwei erfolgreich verteidigt. Mario Pavelic (4.) und Louis Schaub (9.) sorgten mit ihren Toren für eine frühe Entscheidung vor 15.700 Besuchern im Happel-Stadion. Florian Kainz (47.) und Philipp Schobesberger (66.) erzielten die weiteren Treffer.

Die Hütteldorfer verkürzten damit den Abstand auf Tabellenführer und Titelverteidiger Salzburg, der erst am Sonntagnachmittag (16.30 Uhr/live ORF eins) im Schlager den Tabellenvierten Sturm Graz empfängt, vorerst auf sechs Punkte. Grödig hat am anderen Ende als Achter nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Admira. Zudem verloren die Salzburger, bei denen Trainer Michael Baur nach der sechsten Niederlage en suite schwer angezählt ist, am Samstagabend Tormann Cican Stankovic (Schulter) und Kapitän Ione Cabrera (Bein) bereits in der ersten Hälfte ohne Fremdeinwirkung durch Verletzungen.

Die Gastgeber begannen couragiert und durften bereits nach ihrer ersten Chance in der vierten Minute jubeln. Nach einem von Stankovic abgewehrten Schwab-Fernversuch versenkte Rechtsverteidiger Pavelic den Nachschuss ins kurze Eck. Und nur fünf Minuten später staubte Schaub nach einem Schobesberger-Schuss bereits zum 2:0 ab, wobei Stankovic in dieser Szene nicht gut aussah. Der Wunsch von Trainer Zoran Barisic nach frühen Toren und perfekter Chancenverwertung wurde damit zu Beginn in bester Manier erfüllt.

Kainz (14./knapp daneben) und vor allem Schaub per Kopf (15./Glanzparade von Stankovic) hatten wenig später weitere Topchancen für die Grün-Weißen, die danach etwas zurückschalteten. Auf der Gegenseite hätte Djuric nach einer Huspek-Flanke den Anschlusstreffer machen müssen, scheiterte aber an Rapid-Schlussmann Novota (23.). Doch ansonsten präsentierten sich die Grödiger die meiste Zeit über wie ein Abstiegskandidat.

Stankovic musste nach einer weiteren Parade bei einem Schwab-Fernschuss (26.) wegen einer Schulterblessur vorzeitig vom Feld. Sein Ersatzmann Pirmin Strasser zeichnete sich bei seinem Bundesliga-Debüt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bei einem Kainz-Kopfball nach Schaub-Flanke aus, bei der Grödigs Abwehrchef Cabrera zu spät kam und sich am Bein verletzte.

Kurz nach dem Wechsel war aber dann auch Grödigs Zweier-Goalie erstmals geschlagen. Nach einem Schobesberger-Sololauf spielte Schaub den Ball zu Kainz, der ins lange Eck zum 3:0 abschloss. Kainz bedankte sich knapp 20 Minuten später mit einem Idealpass bei Schobesberger, der Strasser aussteigen ließ und wie Pavelic zuvor sein erstes Bundesliga-Tor bejubeln durfte. Dominik Starkl hätte in der Nachspielzeit nach einem Corner des ebenfalls eingewechselten Kapitäns Steffen Hofmann per Kopf sogar noch das 5:0 machen können (92./knapp am langen Eck vorbei).

Rapid: Novota - Pavelic, Petsos, Sonnleitner, Schrammel - Grahovac, Schwab - Schobesberger (67. Starkl), Schaub (72. S. Hofmann), F. Kainz - Beric (72. Prosenik)
Grödig: C. Stankovic (27. Strasser) - Potzmann (72. Handle), Cabrera (46. Kerschbaum), Karner, Strobl - Hart, Brauer, Maak, Martschinko - Djuric - Huspek

   Gelbe Karten: F. Kainz bzw. Cabrera, Brauer

   Die Besten: F. Kainz, Schobesberger, Schwab bzw. keine

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WAC - SC Wiener Neustadt Endstand 2:0 (1:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.250, SR Schüttengruber.
Tore: 1:0 (43.) Trdina, 2:0 (57.) M. Weber

Dem WAC ist in der 25. Runde der Fußball-Bundesliga ein Befreiungsschlag gelungen. Die Wolfsberger gewannen am Samstag in der Lavanttal-Arena gegen den Vorletzten Wiener Neustadt verdient 2:0 (1:0) und gingen damit nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wieder einmal als Sieger vom Feld. Für die Entscheidung vor 3.250 Zuschauern sorgten Tadej Trdina (43.) und Manuel Weber (57.).

Damit avancierten ausgerechnet zwei Kicker zu den Matchwinnern, die zuletzt beim 0:2 bei Sturm Graz noch verletzt gefehlt hatten. Trdina spielte wegen seines glatten Nasenbeinbruchs mit Spezialmaske, Weber lief wegen seines Fingerbruchs mit einer Schiene ein.

Die zum Frühjahrsbeginn noch zweitplatzierten Kärntner revanchierten sich für die zwei Niederlagen gegen Wiener Neustadt in den vorangegangenen direkten Duellen (0:1,0:2) und meldeten sich im Rennen um die vier fixen Europacup-Plätze zurück. Die Differenz auf den Vierten Sturm Graz, der am Sonntag bei Tabellenführer Salzburg gastiert, konnte vorerst auf zwei Zähler verringert werden. Vom Sechsten Austria entfernte sich der WAC mit dem erst zweiten Sieg in den jüngsten 13 Spielen um drei Zähler.

"Unser Ziel ist ein Sieg, egal ob erkämpft oder erspielt", hatte WAC-Trainer Dietmar Kühbauer vor der Partie die Marschroute vorgegeben. Seine personell gegenüber dem Sturm-Spiel stark veränderte Elf konnte vor der Pause lange Zeit nur kämpferisch überzeugen, spielerische Höhepunkte fehlten auf beiden Seiten. Die Gastgeber wurden in der Endphase der ersten 45 Minuten aber zumindest einige Male gefährlich. Boris Hüttenbrenner (33.) und Manuel Kerhe (41.) hatten ihr Visier aber noch nicht richtig eingestellt.

Das änderte sich zwei Minuten später, wobei den Kärntner das nötige Glück zur Seite stand. Ein Sereinig-Ausputzversuch landete ungewollt genau vor den Füßen von Trdina, der keine Mühe hatte zu vollenden. Beinahe hätte der WAC-Stürmer noch einen Doppelpack geschnürt, sein Schuss wurde aber von Adam Susac zur Ecke abgeblockt (45.).

Von den abwartenden Wiener Neustädtern war kaum etwas zu sehen, sie konnten nicht an die im Frühjahr zum Teil starken Auftritte anschließen. Das änderte sich auch in der zweiten Hälfte nicht wirklich. Der WAC kontrollierte das Geschehen und kam auch schnell zum 2:0 (57.). Einen Drescher-Kopfball nach Jacobo-Freistoß konnte Goalie Thomas Vollnhofer noch toll parieren, gegen den Abstauber von Manuel Weber war er aber machtlos.

Die Gäste kamen dem Anschlusstreffer vorerst nur bei einem Hofbauer-Heber, der hauchdünn neben dem Tor landete (58.), nahe. Abgesehen davon waren die Kärntner bis zur 92. Minute dem 3:0 näher. Da klatschte allerdings noch ein Hellquist-Schuss an die Stange.

Die Niederösterreicher kassierten damit nach vier ungeschlagenen Partien mit acht geholten Punkten wieder einmal eine Niederlage. Der Abstand auf Schlusslicht Admira Wacker Mödling, das gegen die Austria 1:1 spielte, beträgt daher nur noch einen Zähler. Der Achte Grödig (0:4 bei Rapid) ist aber auch weiterhin nur einen Punkt entfernt.

WAC: Kofler - Berger, Hüttenbrenner, Drescher, Palla - Standfest, M. Weber (80. Silvio) - Kerhe, P. Zulj (46. Seidl), Jacobo - Trdina (85. Oussale)
Wr. Neustadt: Vollnhofer - T. Kainz, Susac, Sereinig, Prettenthaler - Ranftl (56. Schöpf), Freitag, Mally (63. M. Koch), Hofbauer - Hellquist, Tieber (73. Maderner)

   Gelbe Karten: Kerhe bzw. Ranftl, Mally, Maderner

   Die Besten: Jacobo, Trdina, Drescher bzw. Hofbauer
 

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Cashpoint SCR Altach - SV Josko Ried Endstand 2:1 (1:0)
Altach, Cashpoint-Arena, 5.037, SR Jäger.
Tore: 1:0 (32.) Netzer, 2:0 (47.) Lainer (Eigentor), 2:1 (60.) Reifeltshammer

Altach bleibt in der Fußball-Bundesliga auf Europacup-Kurs. Am Samstag setzte sich der Aufsteiger zuhause gegen Ried mit 2:1 (1:0) durch und verteidigte damit Platz drei hinter den punktegleichen Rapidlern. Ein Treffer von Philipp Netzer (32.) sowie ein Eigentor Stefan Lainers (47.) brachten Altach in einer umkämpften Partie, in der die großen Chancen fehlten, den siebenten Heimerfolg en suite.

   Die SV Ried hingegen, die über den Anschlusstreffer durch Reifeltshammer (60.) nicht mehr hinauskam, ging erstmals nach vier Partien wieder als Verlierer vom Platz und verpasste es, mit einem Sieg die sechstplatzierte Wiener Austria zu überholen. Die "Veilchen" sind damit das letzte Team, das Altach in dieser Saison noch nicht besiegen konnte, bisher hatten auch die Rieder diesen Nimbus besessen.

   Altach trat wieder mit dem zuletzt gesperrten Verteidiger Ortiz und Goalgetter Aigner an, Ried agierte in derselben Startformation wie zuletzt beim 2:1 gegen Grödig. Die Oberösterreicher waren zwar zu Beginn das etwas stärkere Team, fanden aber keine Chancen vor. Beide Kontrahenten neutralisierten sich weitgehend, Altach agierte wie gewohnt abwartend und hatte bei einem harmlosen Kovacec-Schuss - Gebauer parierte problemlos - nach 25 Minuten die erste Möglichkeit. Und schlug nach gut einer halben Stunde zu: Netzer stieg nach einem Eckball von Kovacec am höchsten und ließ Gebauer keine Chance.

   Die Gäste, die Janeczek schon nach 24 Minuten verletzt verloren, hatten auch in der Folge außer einem Kopfball des eingewechselten Reifeltshammer (35.) wenig Gefährliches zu bieten und erwischten noch dazu einen Katastrophenstart in die zweite Hälfte. Lainer bekam den Ball im Strafraum erst an die Hand, von dort ans Schienbein und bugsierte ihn solcherart ins eigene Tor (47.). Immerhin wirkte das wie ein Weckruf, Ried übernahm das Kommando und verstärkte vor allem über die Flügel seine Bemühungen.

   Nach einer Stunde gelang Reifeltshammer nach erfolglosen Klärungsversuchen der Altacher per Kopf der Anschlusstreffer (60.), es sollte zu spät sein. Zwar konnten sich die Hausherren im Konter nur selten aus der Umklammerung befreien, einzige dicke Chance der Gäste blieb aber ein Lattenschuss von Reifeltshammer (84.).
 

Altach: Lukse - Ortiz, Netzer, Zwischenbrugger - Lienhart, Prokopic (78. Zech), Roth, Schreiner - Tajouri, Aigner (73. Bodul), Kovacec (63. Luxbacher)
Ried: Gebauer - Janeczek (24. Reifeltshammer), Trauner, Filipovic - Lainer, Ziegl (80. Fröschl), Kragl - Elsneg, Murg, Möschl (54. Walch) - Thomalla

   Gelbe Karten: Zwischenbrugger bzw. Filipovic, Walch,Reifeltshammer

   Die Besten: Netzer, Ortiz bzw. Reifeltshammer, Elsneg