Garics vor Abschied aus Bologna?

Spanien reizvoll

Garics vor Abschied aus Bologna?

Rechtsverteidiger bei Bologna zuletzt wieder erste Wahl.

Während einige österreichische Fußball-Teamspieler in Deutschland, England oder der Türkei zuletzt selten bis gar nicht zum Einsatz gekommen sind, hat sich György Garics in der italienischen Serie A wieder als Stammspieler etabliert. Bei Bologna stand der 29-Jährige zuletzt dreimal in der Startformation und sammelte damit allein schon in diesen Partien mehr Spielpraxis als manch anderer ÖFB-Kicker im ganzen Jahr.

Der Ex-Rapidler warb allerdings um Verständnis für die aktuellen Club-Reservisten in der ÖFB-Auswahl. "Wenn man ins Ausland geht, hebt sich automatisch das Niveau. Da kann es schon einmal sein, dass man einige Male nicht spielt. Die Betroffenen müssen einfach dranbleiben, das Rad kann sich schnell wieder drehen", erklärte der gebürtige Ungar.

Spieler haben notwendige Klasse

Zu lange sollten die Kicker laut Garics aber auch nicht aus dem Wettkampfmodus sein. "Man merkt es schon, wenn man nicht regelmäßig spielt. Da dauert es einfach länger, bis man ins Spiel kommt. Andererseits haben diese Spieler so viel Klasse, dass es kein Problem ist."

Garics oder Klein?
Kein Problem sieht Garics im Nationalteam auch bei der Position des Rechtsverteidigers, die zuletzt oft als Schwachstelle bezeichnet wurde. "Ich bin überhaupt nicht dieser Meinung", betonte der 30-fache Internationale (1 Tor), der sich vor den WM-Qualifikationsspielen am Freitag in Wien gegen die Färöer und am Dienstag in Dublin gegen Irland ein Duell mit Florian Klein um diesen Posten liefert. "Egal, wer spielt, jeder wird sein Bestes geben."

ÖFB-Rückkehrer wieder im Aufwind
Im Gegensatz zu den ÖFB-Legionären in der deutschen Bundesliga oder der englischen Premier League steht Garics in der österreichischen Öffentlichkeit weniger im Blickpunkt. "Das verstehe ich nicht, weil die Serie A genauso eine Top-Liga ist wie die Ligen in Spanien, Deutschland oder England. Aber ich spiele regelmäßig, daher tangiert mich das wenig."

Seine Einsätze waren zuletzt meistens von Erfolg gekrönt. Gegen den überlegenen Spitzenreiter Juventus setzte es zwar am vergangenen Samstag eine 0:2-Heimniederlage, davor aber fuhr Bologna mit Garics drei Siege en suite ein, darunter auch einen 1:0-Auswärtserfolg gegen Inter Mailand.

Grund dafür könnte die vor einigen Wochen durch Coach Stefano Pioli vorgenommene Umstellung von einer Dreier-Abwehrkette auf ein 4-2-3-1-System sein, in dem Garics den Platz rechts in der Viererkette einnimmt. "Dadurch haben wir zuletzt wieder Kontinuität reingebracht."

Abschied aus Bologna?
Trotz seiner jüngsten Erfolgserlebnisse und eines Vertrags bis 2014 in Bologna ist ein baldiger Abschied vom derzeitigen Tabellen-Elften nicht ausgeschlossen. "Im Sommer wäre ein interessanter Zeitpunkt für den Club, entweder den Vertrag zu verlängern oder mich zu verkaufen, weil er dann noch Geld für mich bekommt."

Garics fühlt sich laut eigenen Angaben in Bologna wohl. "Aber ich hätte auch nichts dagegen, wenn ich noch einmal einen Sprung schaffen könnte." Priorität habe ein Verbleib in Italien, doch auch ein Wechsel in ein anderes Land - etwa Spanien - sei denkbar.

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