Nach 0:0-Blamage

Guerrero bewarf Zuschauer

Nach dem torlosen Remis gegen Hannover rastete der Stürmer aus, er traf einen Zuschauer voll ins Gesicht. Jetzt gibt es Konsequenzen.

In Hamburg lagen nach Schlusspfiff die Nerven blank. Der HSV hatte gegen Nachzügler Hannover 96 nur ein torloses Remis geschafft. Die Fans pfiffen die Mannschaft gnadenlos aus, und Paolo Guerrero leistete sich einen Aussetzer. Beim Gang in die Kabine schleuderte der Stürmer seine Trinkflasche gezielt ins Publikum und traf einen Zuschauer im Gesicht. Dieser hatte ihn vorher offenbar verbal provoziert.

Hohe Strafe
Diese Aktion hat für den Peruaner Konsequenzen haben. Vorstandschef Bernd Hoffmann kündigte eine Bestrafung für Guerrero an. "Vereinsintern erhält er eine Geldstrafe, wie wir sie im Verein noch nie hatten", sagte HSV-Clubboss Bernd Hoffmann am Montag. Weitere vereinsinterne Sanktionen werde es nicht geben. Guerrero entschuldigte sich "bei allen, denen ich geschadet habe", für seinen Flaschenwurf gegen einen HSV-Fan.

"Das ist das erste Mal, dass mir so etwas passiert ist", betonte der Stürmer, dem noch weitere Sanktionen drohen. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit dem Fall Guerrero beschäftigen wird.