Bundesliga-Star Subotic kritisiert DFL und Liga-Start

'Wir wurden nicht gefragt!'

Bundesliga-Star Subotic kritisiert DFL und Liga-Start

Die deutsche Bundesliga startet ab 16. Mai in ihre letzten Runden. Nun meldet sich ein Spieler zu Wort und kritisiert die Maßnahmen der DFL.

Union-Profi und Ex-Dortmund-Stütze Neven Subotic beklagt öffentlich die fehlende Berücksichtigung der Spieler-Interessen durch die Deutsche Fußball Liga (DFL). Im Gespräch mit dem Radiosender "Deutschlandfunk" gibt er sich beinahe zornig, dass kein Spielervertreter zu den Entscheidungen der DFL herangezogen wurde. „Damit man das auch weiß: Wir als Spieler in Deutschland wurden informiert, nachdem alle Entscheidungen gefallen sind über den weiteren Verlauf. Wir haben keinen Sitz am Tisch, wir wurden nicht gefragt. Wir haben bei der Entscheidungsphase und Konzeption einfach keine Rolle gespielt“.

Subotic weiter: „Wenn man das in Relation stellt beispielsweise zur italienischen Liga oder auch der englischen Liga, wo der Spielerverband an sich eine seriöse Instanz ist, die auch konsultiert wird in solchen Krisenfällen, dann schaut man auf Deutschland ein bisschen enttäuscht, weil das hier nicht der Fall ist.“

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Grundangst vor Corona

Grundsätzlich hat der gebürtige Bosnier aber Vertrauen in das Hygienekonzept der DFL und in die Behörden: "Ich gebe mein Vertrauen den Gesundheitsämtern", die das Konzept der DFL bewertet und bewilligt hätten. Diese seien die wichtigsten Instanzen.

Er selbst verspüre hinsichtlich einer Infizierung mit dem Corona-Virus eine "gewisse Grundangst", er beachte alle Sicherheitsvorschriften. Er wisse aber auch, dass er nicht zu den Risikopatienten gehöre.

Der Abwehrspieler, der fast zehn Jahre bei Borussia Dortmund unter Vertrag stand, hatte sich jüngst bereits in einem Interview des britischen Senders BBC skeptisch zum Saison-Neustart in einer Woche geäußert: „Ich bin kritisch, wie das alles gemanagt wurde, aber verstehe, dass es für alle eine schwierige Situation ist.“