Sven Ulreich

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Neuer-Ersatz Ulreich fühlt sich "bereit" für Bochum

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Sven Ulreich fiebert den kommenden Wochen im Tor von Bayern München als Vertreter des verletzten Nationaltorhüters Manuel Neuer entgegen. 

Der 33-Jährige fühlt sich trotz nur geringer Spielpraxis gewappnet für seinen erst dritten Saisoneinsatz am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim Aufsteiger VfL Bochum. Vier Tage später ist Ulreich dann im Champions-League-Achtelfinale in Salzburg gefragt.

"Man bereitet sich jede Woche darauf vor, dass man bereit ist, wenn der Fall kommt. Natürlich ist es gut, dass ich vor ein paar Wochen schon einmal gespielt habe. Deswegen bin ich bereit für das Spiel", sagte Ulreich in einem Video auf der Bayern-Homepage. "Wenn du weißt, du bist am Wochenende gefragt, ist es natürlich ein anderer Fokus für das Spiel. Es ist etwas anderes, als wenn du weißt, du bist auf der Bank."

Großes Vertrauen von Nagelsmann

Ulreich hatte Neuer bereits zu Jahresbeginn beim 1:2 des Tabellenführers im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach vertreten. Zum Start in die Rückrunde fehlte Kapitän Neuer wegen einer Corona-Infektion. Jetzt fällt der 35-Jährige nach einer Meniskus-Operation am rechten Knie mehrere Wochen aus, auch gegen RB Salzburg. Für die Bayern absolvierte Ulreich seit 2015 46 Liga-Partien, davor hatte er immerhin 176 Einsätze für den VfB Stuttgart im Oberhaus.

Trainer Julian Nagelsmann setzt großes Vertrauen in den Routinier. "Ich bin guter Dinge, dass er eine gute Leistung bringen wird. Er hat Manu schon vor längerer Zeit mal vertreten. Er hat eine gewisse Erfahrung und ist kein 21-Jähriger mehr, der da reinrutscht", sagte der Bayer, der auf der Pressekonferenz am Freitag vor allem damit beschäftigt war, Fragen zu dem nach der Saison zu Borussia Dortmund abwandernden Niklas Süle zu beantworten. "Es gibt ganz normale Abläufe im Fußball", betonte er.

Dortmund unter Zugzwang

Dortmund muss unterdessen das bittere 2:5 gegen Bayer Leverkusen verdauen und wird versuchen, das mit einer überzeugenden Darbietung am Sonntag gegen Union Berlin zu erledigen. "Es war die Art und Weise wie wir uns präsentiert haben. Das tat schon weh", klagte Sebastian Kehl, Chef der Lizenzspieler-Abteilung. "Wir müssen maximal ambitioniert bleiben. Unser Anspruch muss sein, den zweiten Platz zu festigen", fand der Ex-Profi deutliche Worte. Fehlen wird erneut Stürmer Erling Haaland. Der Norweger trainiert nach muskulären Problemen noch nicht mit dem Team.

Die Berliner plagen weit größere Personalsorgen vor dem Duell mit dem BVB. Neben dem gelbgesperrten Rani Khedira fallen Niko Gießelmann, Dominique Heintz, Andreas Voglsammer und Jakob Busk wegen Corona-Infektionen für die Partie aus, wie Union-Trainer Urs Fischer am Freitag verriet. Auch der Einsatz von Mittelfeldspieler Keita Endo sei wegen Krankheit fraglich, der Japaner sei allerdings negativ getestet worden.

Hinteregger wieder dabei

Definitiv passen muss sein Landsmann Makoto Hasebe, der bei Eintracht Frankfurt zu den Defensivstützen zählt. Für den am Brustkorb verletzten Routinier wird ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger gegen den VfL Wolfsburg am Samstag im Abwehrzentrum agieren. "Martin wird definitiv spielen", sagte Eintracht-Trainer Oliver Glasner am Freitag. "Ich habe ihn diese Woche sehr engagiert erlebt. Er hat das vollste Vertrauen."

An diesem Wochenende dürfen noch mehr Besucher in die deutschen Stadien. Der VfL Bochum darf am Samstag gegen die Bayern vor 8.500 Zuschauern im Ruhrstadion spielen. Auch in Berlin wurde die Obergrenze für Großveranstaltungen im Freien von 3.000 auf 10.000 Zuschauer erhöht - Union profitiert im Spiel gegen den BVB. Bereits am Freitag waren bei der Begegnung RB Leipzig gegen 1. FC Köln 15.000 Fans erlaubt.

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