So geht es Uli Hoeneß nach Bayern-Abschied

Ex-Bayern-Präsident

So geht es Uli Hoeneß nach Bayern-Abschied

Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß genießt seine Pension, nach dem er sein Amt abgelegt hat.

Seit 105 Tagen ist der Ex-Bayern-Präsident nicht mehr im Präsidenten-Amt des FC Bayern. Mitte November ging eine Ära im deutschen Fußball zu Ende. Präsident wurde Herbert Hainer, Oliver Kahn wurde Vorstandsmitglied. Nun meldet Hoeneß sich gegenüber "Bild" zu Wort, wie sein Leben in der "Fußball-Pension" aussieht. 

„Ich hätte es ja auch noch locker drei Jahre machen können“, so Hoeneß im Interview mit der Münchener Zeitung "tz". Er war aber der Meinung, dass er die richtigen Personen für die Übernahme gefunden hätte.

Sein Leben war der FC Bayern

2009 wurde er als Nachfolger von Franz Beckenbauer zum Präsidenten gewählt. Mit einer Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung war Hoeneß lange Zeit aus dem Fußball-Geschäft draußen. Ab 2016 kam er als Bayern-Präsident wieder zurück.

Wie sein Leben nach dem Bayern-Abschied aussehen sollte, war für Hoeneß bis zum Schluss noch unklar: „Ich habe versucht, wie immer ohne Plan an diese Dinge heranzugehen. Am 16. November begann eine neue Zeitrechnung und er ließ alles auf sich zukommen.

© GEPA
Präsident Hainer und Vorstandsmitglied Kahn freuen sich auf neue Aufgaben

Hoeneß: "Ich lese mehr und helfe meiner Frau"

Sein Alltag habe sich direkt nach dem Abschied wenig verändert. „Bis Weihnachten war fast alles wie früher, weil viele Termine noch festgelegt waren. Aber seit dem 5. Januar, nach meinem Geburtstag, ist es dann ruhiger geworden.“

Ruhiger sei es zwar im Hause Hoeneß, doch das berühmte Fax-Gerät, das den Ex-Präsidenten seine Karriere lang begleitete, steht trotzdem nicht still. Hoeneß: „Sagen wir so: Es ist täglich in Betrieb. Ich lese jetzt mehr als früher und ich gehe meiner Frau mehr zur Hand.“

Und weiter: „Ansonsten bin ich telefonisch involviert, bei meinem Sohn in der Fabrik, wenn er eine Frage hat. Oder ich fahre mit, wenn er einen Besuch bei einem wichtigen Kunden macht. Und wenn zum Beispiel ein Hasan Salihamidzic oder Marko Pesic mit Fragen anrufen, stehe ich natürlich auch jederzeit zur Verfügung.“

Pokale als Andenken an seine glorreiche Zeit

Im Schnitt ist Hoeneß noch ein Mal pro Woche an der Säbener Straße in München zu finden. „Es gibt keinen festen Plan, aber es gibt immer noch ein paar Dinge zu machen.“

Die Erinnerungen an die großen Zeiten mit den Bayern vergisst er nicht – in einem Raum in seinem Keller stehen einige Andenken: „Ein nachgemachter Champions-League-Pokal aus Porzellan, den mir mal jemand geschenkt hat. Auch Geschenke zu ein paar Geburtstagen“, erzählt Hoeneß. „Ich sehe diese Sachen alle jeden Tag weil ich durch den Raum muss, wenn ich in die Garage gehe. Ich freue mich dann immer.“