Grundgerüst der Weltmeister-Truppe wird auch die Squadra 2010 bilden.
Als Titelverteidiger und vierfacher Weltmeister zählt Italien logischerweise zum Favoritenkreis der Fußball-WM in Südafrika. Zudem hat die Squadra Azzurra mit der Gruppe F und den Gegnern Paraguay, Slowakei und Neuseeland eine der leichtesten Auslosungen für den Start ins Turnier erhalten.
Effizienz
In der Qualifikation haben die Italiener mit ihrer
traditionellen Effizienz überzeugt, mit sieben Siegen, drei Remis und keiner
einzigen Niederlage geriet man kaum in Bedrängnis. Die Teilnahme stand - wie
auch in den Qualis vor den WM-Titeln 1982 und 2006 - bereits nach dem
vorletzten Spieltag fest.
Marcello Lippi
Als Talisman auf der Trainerbank Italiens fungiert
wie 2006 Marcello Lippi (61), der Roberto Donadoni nach der verkorksten EM
2008 (Viertelfinal-Out in Wien gegen Spanien) wieder abgelöst hatte. Und der
Mann aus der Toskana hat seine WM-Helden nicht vergessen und wird aus ihnen
auch den Grundstock des Teams 2010 bilden. Trotz harter Kritik in Italien an
der Altersstruktur der ein wenig in die die Jahre gekommenen "Nazionale".
Titelhamster
Lippi ist ein angesehener Titelhamster und hat auch
auf dem Weg zum WM-Titel 2006 sein goldenes Händchen spielen lassen, nicht
weniger als fünf der zwölf italienischen Treffer wurden von eingewechselten
Spielern erzielt. Lippi muss darauf hoffen, dass Tormann Gianluigi Buffon
(31) und Abwehrchef Fabio Cannavaro (36) auch vier Jahre nach dem
Final-Triumph von Berlin gegen Frankreich defensiv den Laden zusammenhalten.
Cannavaro war nach der WM sogar zum Weltfußballer des Jahres 2006 gekürt
worden.
Genialität
Auch der Motor des Teams trägt noch immer den
selben Namen wie bei der WM in Deutschland, der Name des
Mittelfeld-Rackerers lautet Gennaro Gattuso (31). In der Offensive werden
die Italiener vor allem auf die Genialität von Andrea Pirlo (31) angewiesen
sein, er soll die Fäden ziehen und die Stürmer versorgen.
Weltmeister
"Ich will nicht sagen, dass wir besser als alle
anderen Teams sind. Aber wir müssen uns ganz sicher vor niemandem
verstecken. Wir wollen wieder Weltmeister werden", glaubt Lippi, dass auch
in Südafrika alles möglich ist.