Jetzt erst recht: Altach will den Aufstieg

Erste Liga

Jetzt erst recht: Altach will den Aufstieg

Altacher fühlen sich durch Admira betrogen. Vienna gibt neue Ziele aus.

Fünf Tage vor der Fußball-Bundesliga ertönt am Montag mit der Partie SCR Altach gegen Vienna der Anpfiff zur Meisterschaft in der Ersten Liga. Die zwei Clubs wollen es besser machen als in der Saison 2010/11. Die Vorarlberger haben als Zweite den Aufstieg in die Bundesliga der Admira überlassen müssen und die Wiener nach einem verpatzten Herbst den Abschied vom Profi-Fußball erst in der Relegation abgewendet.

Admira-Skandal
Die Altacher hatten heuer ihr Ziel gegenüber der Trenkwalder-Truppe zuerst auf dem Rasen um nur einen Punkt und mit der nur einen Treffer schlechteren Tordifferenz sowie später am Grünen Tisch (wegen angeblicher Doppelverträge der Südstädter) verpasst. Sie zählen auch diesmal zum engsten Kreis der Titelanwärter. 2006 war ihnen der Sprung ins Oberhaus mit zwei Zählern Vorsprung gelungen, allerdings währte ihre Erstklassigkeit damals nur ein Jahr.

Vor fünf Jahren war der Ländle-Club am Ende zwei Zähler vor dem LASK gelegen. Die Altacher werden diesmal ebenso im Vorderfeld erwartet wie der Absteiger aus Linz, die heuer drittplatzierte Lustenauer Austria, SV Grödig und WAC/St. Andrä. "Nachdem wir es zuletzt zweimal als Dritter bzw. Zweiter nur knapp verpasst haben, wollen wir im dritten Anlauf unbedingt aufsteigen", betonte Altach-Geschäftsführer Christoph Längle.

Verstärkungen
Dementsprechend haben die Vorarlberger mit ihrem Gesamtbudget von knapp vier Millionen Euro auf dem Transfermarkt eingekauft und mit Hannes Eder, Peter Vorisek und Harun Erbek Spieler mit Bundesliga-Erfahrung engagiert. "Unsere Mannschaft war schon gut, jetzt haben wir sie mit Blutauffrischung noch verbessert", meinte Längle, der keine Vorgaben an Trainer Adi Hütter stellt. Man sei mit ihm sehr zufrieden, sein unbefristeter Vertrag laufe zumindest noch eine weitere Saison.

Die Entwicklung im "Fall Admira", den die Vorarlberger weiterhin verfolgen werden, habe die Mannschaft mit Interesse verfolgt. "Das hat man gespürt, aber sie hat sich dadurch in der Vorbereitung nicht irritieren lassen und auf das Sportliche konzentriert. Vielleicht kommt nun eine Jetzt-erst-recht-Stimmung auf", erzählte Längle, der sich im Auftaktspiel gegen die Vienna einen Sieg wünscht: "Wenn man Titelambitionen hat, sollten es im ersten Spiel daheim drei Punkte werden."

Neue Ziele bei der Vienna
Im Lager der Wiener hat Alfred Tatar als Devise "neue Saison, neues Ziel" ausgegeben. "Hieß das Ziel zuletzt Klassenerhalt, so lautet es diesmal in einen Tabellenbereich vordringen, in dem wir in keine nervenaufreibende Situation kommen", erklärte der Trainer, für den ein Platz zwischen vier und sieben denkbar ist. "Wir wollen zwei, drei Vereine hinter uns lassen und uns mit FC Lustenau, Austria Lustenau, TSV Hartberg und SKN St. Pölten, die in unserer Preisklasse liegen sollten, messen." Dazu habe man junge, bissige Spieler wie Andreas Tiffner (Austria Wien), den Routinier Matthias Hattenberger (SV Grödig) geholt und die Verträge mit den Führungsspielern Ernst Dospel und Wolfgang Mair verlängert.