Dörfler will kein Geld mehr in den Klub stecken

Das Ende?

Keine Gehälter bei Austria Kärnten

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Finanzielle Misere beiAustria Kärnten zieht immer weitere Kreise.

Weder die Spieler noch die Mitarbeiter des Vereins haben in diesem Monat ihre Gehälter ordnungsgemäß ausgezahlt bekommen. Präsident Canori begründet das aktuelle Loch in der Kassa des Vereins mit einem Rückgang im Ticketverkauf um 800.000 Euro.

"Wir haben einen Liquiditätsengpass", gab Canori am Dienstag gegenüber der APA zu. Von dieser Situation seien die Spieler informiert gewesen. "Ich habe das nicht bewusst gemacht, es ging einfach nicht anders", meinte Canori und verwies auf seine zahlreichen öffentlichen Äußerungen über die prekäre Finanzlage in den vergangenen Wochen. Dass neben den Spielern auch alle anderen Mitarbeiter von dem Zahlungsstopp betroffen sind, tut Canori leid. "Bisher hat jeder Mitarbeiter pünktlich sein Geld bekommen", so der Fußballfunktionär. Nun stünde es jedem frei, den Verein zu verlassen.

Der Präsident will den Betroffenen nun eine Stundungsvereinbarung vorlegen. "Bis spätestens Juni sollten dann alle ihr Geld haben", erklärte Canori. Voraussetzung ist allerdings, dass die Verhandlungen zwischen einem deutschen Investor und dem Land Kärnten am Donnerstag positiv verlaufen. Die Investorengruppe hatte eine Sofort-Finanzspritze von 800.000 Euro in Aussicht gestellt.

Laut "Kärntner Tageszeitung" sind dem Verein bisher weder Spitzensportförderung noch Akademiebeitrag und Infrastrukturförderung für die Jahre 2009 und 2010 überwiesen worden. Nur wegen der Zusage dieser Beiträge gab es den Kredit, der den Club bisher über Wasser gehalten hat. Landeshauptmann Dörfler hatte in den vergangenen Wochen mehrfach ausgerichtet, kein weiteres öffentliches Geld mehr in den Verein stecken zu wollen.

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