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Sensationsdeal

Kommt der FC Red Bull Bayern?

Didi Mateschitz soll an einem Engagement bei Bayern München interessiert sein.

Vor wenigen Tagen hieß es: Red Bull ist an Deutschlands Fußball-Oberligisten Sachsen Leipzig (4. Leistungsstufe) interessiert. Eine Ankündigung, die für wenig Aufsehen sorgte. Wetten, dass es sich mit dieser Meldung schon ganz anders verhält? In Salzburg und in München verdichten sich Gerüchte, wonach der Energydrink-Konzern überlegt, sich bei Rekordmeister Bayern München zu engagieren.

Der Hintergrund: In der nächsten Saison läuft der Sponsorvertrag mit "T-Com“ (Deutsche Telekom) aus – und Red Bull wäre zweifelsohne ein idealer Ersatzsponsor. Aus dem Headquarter in Fuschl reagiert man auf Spekulationen – wie immer – mit einem Dementi. "Wir haben mit Bayern zwar ein sehr gutes Verhältnis, aber das sind nur Gerüchte, an denen nichts dran ist", heißt es.

Kaiser spricht
ÖSTERREICH fragte an oberster Stelle nach und bat Bayern-Präsident Franz Beckenbauer um eine Stellungnahme. Der Kaiser gab sich kryptisch, meinte: "Red Bull hatte schon die Möglichkeit, bei Bayern und dem FC Barcelona einzusteigen. Aber das wurde abgelehnt, weil es einfach nicht die Firmenphilosophie ist." Wie auch immer. Die hat Bullen-Boss Didi Mateschitz aus marketingtechnischen Gründen immer wieder geändert. Lange Zeit hatte er sich dagegen gewehrt, in den Fußball zu investieren. Heute ist er mit Salzburg und New York gleich im Besitz von zwei Fußballklubs.

Bayern München und Red Bull – das passt. Schon jetzt ist der Salzburger Bullen-Stall ein kleiner, aber feiner Ableger der großen Bayern. Von Beckenbauer als Berater über das Trainer-Duo Giovanni Tapattoni und Lothar Matthäus bis hin zu den Spielern Alex Zickler, Nico Kovac und Thomas Linke.

Sparkurs
Ein Indiz für einen möglichen Red-Bull-Einstieg bei den Deutschen ist auch die Tatsache, dass "T-Com" angekündigt hat, im kommenden Jahr bis zu 200 Millionen Euro im Sport-Sponsoring einsparen zu wollen. Derzeit zahlt der Telekom-Anbieter bei Bayern kolportierte 20 Millionen Euro. Kein Problem für Red Bull, denn allein das Jahresbudget von RB Salzburg soll 50 Mille betragen.

Einzig Bayern Top-Manager Uli Hoeneß scheint sich mit dem möglichen Mega-Deal nicht anfreunden zu können. Hoeneß gegenüber ÖSTERREICH: "Die Telekom hat vertraglich eine Option auf weitere Zusammenarbeit. Und dieser steht aus unserer Sicht nichts im Wege. Telekom ist unser erster Ansprechpartner."

Von Christian Ortlepp/ÖSTERREICH