Fan-Skandal: Anti-Serbien-Sprechchöre

Bei Kosovo gegen Kroatien

Fan-Skandal: Anti-Serbien-Sprechchöre

Kosovo-Heimspiel von nationalistischen Gesängen überschattet.

Der Kosovo ist in seinem ersten Heimspiel im internationalen Fußball als Verlierer vom Platz gegangen. 0:6 unterlag das Neo-UEFA-Mitglied im albanischen Shkodra den Gästen aus Kroatien. Für Negativschlagzeilen sorgten nach dem WM-Qualifikationsspiel am Donnerstagabend aber nationalistische Gesänge der beiden Fangruppen.

Anti-Serbien-Sprechchöre
Wie die kroatische Zeitung "Vecernji list" berichtete, wurde während der Partie von albanischen und kroatischen Anhängern gemeinsam "Töten Serben" skandiert. Außerdem sei auch die Parole der faschistischen Ustascha-Bewegung zu hören gewesen. Es drohe nun ein Nachspiel vonseiten der UEFA.

Sportlich klare Sache für Kroatien
Auf dem Spielfeld war die Angelegenheit eine klare Sache für die Kroaten, die auch ohne ihre verletzten Spielgestalter Luka Modric und Ivan Rakitic überzeugten. Vor 15.500 Zuschauern sorgte Mario Mandzukic im ausverkauften Loro-Borici-Stadion mit einem Triplepack bis zur 35. Minute früh für klare Verhältnisse. Schon nach fünf Minuten brachte der Juventus-Stürmer seine Elf in Führung.

Kosovo auf letzten Platz zurück gefallen
Nach dem 1:1 in Finnland zum Auftakt der WM-Qualifikation fielen die Kosovaren mit Salzburg-Profi Valon Berisha somit in Gruppe I auf den letzten Tabellenplatz zurück. Am Sonntag wartet das nächste Auswärtsspiel, in Krakau geht es gegen die mit zwei Punkten drittplatzierte Ukraine. In Polen wird auf Ansuchen des ukrainischen Verbandes gespielt. Der osteuropäische Staat erkennt Kosovo nicht als unabhängige Nation an.