Malmö verbannt Red Bull aus dem Stadion

ÖFB-Boss sauer

Malmö verbannt Red Bull aus dem Stadion

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Leo Windtner verurteilt Hitler-Vergleich und hofft auf sportliche Antwort.

Vor dem Champions-League-Duell zwischen Malmö FF und Red Bull Salzburg gehen die Wogen weiter hoch. Am Mittwoch hatte ein Artikel im schwedischen Boulevard-Blatt "Aftonbladet" für Aufregung gesorgt. Der Autor in seinem Kommentar: "Österreich hat uns nicht nur Josef F. und Adolf Hitler beschert. Da ist auch noch Red Bull Salzburg, der meist gehasste Fußballverein unserer Zeit."

"Symbolischer Akt"
Nach dem geschmacklosen Kommentar der Schweden folgt nun der nächste Akt gegen Red Bull. Malmö FF wird beim Heimspiel gegen die Bullen am kommenden Dienstag kein Red Bull im Stadion verkaufen. "Direkt nach der Auslosung am vergangenen Freitag haben wir großen Druck (Anm.: durch die Fans) bekommen, Red Bull aus dem Stadion zu verbannen", gibt Patrik Jandelin in der schwedischen Zeitung "Sydsvenskan" an. Der Event-Manager der Malmö-Arena erklärt, dass Salzburg über diesen "symbolischen Akt" informiert worden sein.

Windtner verurteilt Schweden-Kommentar
ÖFB-Präsident Leo Windtner hat sich unterdessen in einer Aussendung zum Hitler-Vergleich geäußert. "Dieser Vergleich ist klar abzuweisen und auf das Schärfste zu verurteilen. Solche Relationen haben im Sport nichts verloren und richten sich sogar gegen die gesamte österreichische Nation. Es ist unglaublich, wie gedankenlos damit vorgegangen und jede Tabugrenze überschritten wird."

Der ÖFB-Boss weiter: "Wir haben in knapp einem Monat Schweden zu Gast in Wien und ich kann nur hoffen, dass der mediale Rummel rund um dieses Spiel vom schwedischen Boulevard nicht auf diesem erschreckenden Niveau ausgetragen wird." Zudem hofft Windtner, dass die österreischischen Kicker sportlich die richtige Antwort geben werden.

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