Scharner

Ex-Internationaler

Attacke: Paul Scharner ätzt gegen ÖFB

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Früherer Teamspieler sieht sich ob der Unruhe im Verband bestätigt.

Paul Scharner gehört zu den schärfsten Kritikern des ÖFB: In den letzten Monaten hat er sich auf Marcel Koller, von dem er einst aus dem Team geworfen wurde, und David Alaba eingeschossen. Jetzt knöpft er sich die Landesfürsten vor!

"Der Verband ist ein Sumpf. Ich hoffe, dass man mich jetzt besser versteht, warum ich damals so rebelliert habe. Es sollten beim Verband Professionisten ans Werk gehen und keine Leute, die sich nur in den Schaukasten setzen und persönliche Eitelkeiten befriedigen", rechnet der 37-Jährige gegenüber dem Standard ab.

Bei der Trennung Kollers und der Sportdirektor-Posse um Willi Ruttensteiner sowie dessen Nachfolger Peter Schöttel gab der ÖFB ein fatales Bild ab. Scharner hält fest: "Sportdirektor und Teamchef hätten gleichzeitig präsentiert werden sollen. Nun wird Schöttel ins Eck gestellt mit einer Liste von zehn Kandidaten. Und am Ende entscheidet wieder das 13-köpfige Präsidium."

Teamchef-Posten: "Würde nicht Nein sagen"

Die ÖFB-Strukturen seien "aus der Zeit der Monarchie", so der langjährige England-Legionär. Im Jahr 2013 hatte er seine Karriere beendet. Mittlerweile ist er als Trainer beim FK Hagenbrunn in der 2. Klasse Donau aktiv. Zuletzt ließ er sein Team freiwillig mit acht Mann eine Partie fertigspielen. Eine Maßnahme, die Schlagzeilen brachte.

"Ich wollte die Mannschaft herausfordern. Im modernen Fußball geht die Entwicklung dahin, dass wir immer mehr Indianer ausbilden und immer weniger Häuptlinge", gibt er eine Erklärung dafür. Zu der erhofften "Meuterei" kam es nicht.

Übrigens: Sollte Schöttel auf ihn zukommen, wäre Scharner gesprächsbereit. "Ich würde mich freuen und nicht Nein sagen."

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