Zinsberger: So wurde sie zu unserer Heldin

Halbfinal-Einzug

Zinsberger: So wurde sie zu unserer Heldin

Torfrau machte im Nervenkrimi den Unterschied. Das sagt sie selbst dazu:

Österreichs Fußball-Frauen brechen alle Rekorde: Im ORF sind sie der Quoten-Garant, sogar die deutsche ARD übertrug den Viertelfinal-Kracher gegen Spanien. Zur EURO angereist, um sich möglichst teuer zu verkaufen und den einen oder anderen Punkt in der Gruppenphase zu holen, stehen sie nun unter den Top 4. Wahnsinn!

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Im Elfmeterschießen setzte sich das rot-weiß-rote Team am Sonntagabend 5:3 durch. Zur umjubelten Heldin wurde Rückhalt Manuela Zinsberger: Es war der dritte Versuch der Spanierinnen - und der allesentscheidende. Die Torfrau tauchte in ihre linke Ecke ab und hielt gegen Meseguer spektakulär. Österreich gewinnt den Nervenkrimi. Und das, obwohl man Penaltys im Vorfeld gar nicht trainierte.

Auch Schummelzettel gab es keinen. "Damit komme ich nicht klar. Wenn der Trainer sagt, die schießt dorthin und die schießt dahin, kann sie genauso gut in die andere Ecke schießen", so die Bayern-Legionärin. "Es ist eine 50:50-Chance. Man kann der Held des Tages sein oder eben nicht." Zinsberger wurde zur Heldin.

"Das ist einfach unglaublich"

Der Jubel kannte nach Schlusspfiff keine Grenzen mehr: Gemeinsam sangen unsere Heldinnen mit den Fans "I am from Austria". Zinsberger konnte es kaum glauben: "Es ist unglaublich, was die Mannschaft wieder gezeigt hat. Das war ein hart umkämpftes Spiel. Mehr kann ich gar nicht dazu sagen, ich bin sprachlos. Auf welchem Level wir mental sind, ist einfach unglaublich."

Sarah Puntigam, die den letzten Elfer trocken verwandelte, hob die Unbekümmertheit hervor: "Wir waren generell alle voll locker drauf. Irgendwie war ich mir sicher, dass ich ihn reinmache. Ich habe ein paar Mal durchgedacht, wie ich in schieße. Dass er dann reingeht, ist einfach nur geil."