Kritik am ÖFB: Jetzt legt Scharner nach

Heftiger Schlagabtausch

Kritik am ÖFB: Jetzt legt Scharner nach

Ex-Kicker legt nach: "Scheinbar steckt doch etwas Wahres dahinter"

Es war das bestimmende Thema diese Woche: Paul Scharner ätzte in einem Interview gegen David Alaba und Teamchef Marcel Koller. Darauf angesprochen, meinte Julian Baumgartlinger: "Das ist seine Meinung und die akzeptiere ich. Ehrlich gesagt möchte ich das aber nicht unbedingt kommentieren. Dann machen wir das Thema größer als es ist und auch den Paul, und das muss nicht unbedingt sein gerade."

Koller kontert

Teamchef Marcel Koller holte dann am Donnerstag auf Nachfrage von oe24.tv zur Gegenattacke aus: "Er meinte zuerst, dass wir uns niemals für eine Endrunde qualifizieren. Das haben wir geschafft. Jetzt braucht er wieder was anderes. Ihm ist vielleicht ein bisschen langweilig." Scharner sei eben nicht mehr so präsent in den Medien.

"Ich als Ausländer, mag die Österreicher und bin sehr gerne hier. Wenn ich mal einen Vergleich anstelle: Hans Krankl, Herbert Prohaska oder Toni Polster kennt man ja, die haben etwas erreicht im Fußball. Scharner hat das Gefühl, dass er auch so groß ist", so der 56-Jährige.

Scheinbar ist was dran

Diesen Gegenschlag ließ Paul Scharner so nicht unkommentiert. Noch am Donnerstag reagierte der ehemalige Teamspieler im Gespräch mit SPOX. „Wenn ich so unwichtig bin, warum antworten alle darauf?", so der 37-Jährige. Provozieren wollte er mit seinem Interview aber nicht. Er habe niemanden „unter der Gürtellinie“ attackiert, so der 40-fache Teamspieler. „Man muss den ganzen Text lesen. Ich habe über Koller nicht nur Schlechtes gesagt.“

Bei seiner Einschätzung, wonach David Alaba beim Spiel gegen Irland die Linksverteidigerposition verweigert hätte, bleibt Scharner. Das sei seine Beobachtung gewesen, dieser Meinung sei er nach wie vor. „Scheinbar steckt aber doch etwas Wahres dahinter, sonst würde man die Aussagen nicht so aufgreifen“, so Scharner gegenüber SPOX.