Rapid-Manager geht auf Pacult los

Rapid in der Mega-Krise

Rapid-Manager geht auf Pacult los

Werner Kuhn über den Ex-Trainer: „Pacults Getöse hat geschadet.“

Die Fans sind sauer. Binnen vier Wochen hat Rapid alles verspielt. Zuerst das Aus im Titelrennen, dann im Cup und jetzt die verpasste Europa-League-Quali. 500 Rapid-Anhänger, die nach Ried gekommen sind, feuerten nach dem zweiten Tor ihre Mannschaft nicht mehr an. Ein stiller Protest. Eine heikle Situation vor dem Derby am Sonntag.

Rapid ist schon seit fünf Pflichtspielen ohne Sieg
Seit fünf Pflichtspielen ist Rapid bereits sieglos. Die Rapid-Bosse fürchten daher weitere Proteste. Darum geht Generalmanager Werner Kuhn, der normalerweise jedes Wort auf die Goldwaage legt, in die Offensive. Er tritt gegen den gefeuerten Trainer Peter Pacult nach. Der soll plötzlich der Hauptgrund für den totalen Absturz sein. Kuhn will offenbar von eigenen Fehlern ablenken.

Kuhn: „Pacults Getöse und Gerumpel hat geschadet“
Originalton Kuhn in Sky: „Ich werde den Eindruck nicht los, dass Peter Pacult seinen Abgang provoziert hat und dass er durch dieses Getöse und Gerumpel die Mannschaft verunsichert hat. Und das hat gerade in dieser Situation der Meisterschaft uns geschadet. Jeder sieht, was er durch diese Provokation angerichtet hat.“

Verhärtete Fronten zwischen Anwalt und Rapid
Rückblende: Am 11. April wurde Pacult von Rapid wegen massiven Vertrauensbruchs fristlos entlassen und durch Zoki Barisic ersetzt. Es gab in der Folge drei Siege und eine Rieseneuphorie. Barisic wurde schon von den Rapid-Verantwortlichen als neuer Wunderwuzzi hofiert. Jetzt, wo alles den Bach heruntergeht, hat aber Pacult Schuld. Der führte Rapid in den letzten beiden Jahren immerhin in die Europa-League-Gruppenphase und 2008 zum Titel. Pacult zu den Vorwürfen: „Kein Kommentar.“ Er äußert sich nicht mehr über Rapid, liegt mit seinem Ex-Klub im Clinch. Es geht um seine Abfertigung (rund 500.000 Euro). Das erste Gespräch zwischen Anwalt Tomanek und Kuhn führte zu keiner Einigung. Es droht eine Schlammschlacht vor dem Arbeitsgericht.

(ruw)