Nullnummer

Rapids Meisterträume ausgeträumt?

Nach dem Remis gegen den LASK kann Salzburg schon auf 8Punkte davonziehen.

Die wohl letzten Hoffnungen von Rapid auf den Gewinn des österreichischen Fußball-Meistertitels sind bei strömendem Regen im Abwehrbeton des LASK versunken. Spätestens seit dem 0:0 am Dienstag im Hanappi-Stadion sind die Chancen der Hütteldorfer, Red Bull Salzburg abzufangen, nur noch theoretischer Natur, selbst wenn Trainer Peter Pacult trotzig meinte: "Wir haben einen Punkt auf die Salzburger aufgeholt, und jetzt schauen wir einmal, was sie gegen Ried machen."

Bullen können davonziehen
Mit einem Heimsieg über die Innviertler am Mittwoch würde der Vorsprung des Titelverteidigers sechs Runden vor Schluss auf acht Punkte anwachsen - und das, obwohl Rapid mit einem Polster von zwei Zählern überwintert hatte. Durch den missratenen Frühjahrsstart aber geriet der Rekordchampion ins Hintertreffen, und mit dem Remis gegen den LASK dürfte eine titellose Saison endgültig besiegelt worden sein, obwohl der Dienstag-Auftritt der Grün-Weißen zu den besseren im Jahr 2010 zählte.

LASK-"Beton" hielt
Rapid agierte über weite Strecken druckvoll, rannte gegen die verbissen verteidigenden Oberösterreicher jedoch vergeblich an, was in Pacult die Erkenntnis reifen ließ: "Wenn man kein Tor schießt, kann man nicht gewinnen."

Seiner Mannschaft wollte der Wiener dennoch keinen Vorwurf machen. "Wir haben vor allem in der zweiten Hälfte viel Druck gemacht, haben alles probiert und sind auch viel über die Seiten gekommen. Leider ist uns kein Tor gelungen. Vielleicht hat auch das Quäntchen Glück gefehlt", analysierte Pacult, dessen Truppe nach zuletzt vier Liga-Siegen in Folge wieder Federn lassen musste.

Rapid-Schreck
Der LASK wiederum bestätigte seinen Ruf als "Rapid-Schreck" - die Hütteldorfer holten gegen den Mittelständler in dieser Saison nur fünf von zwölf möglichen Punkten - und ist bereits seit fünf Meisterschaftsspielen ungeschlagen. "Wir sind sehr glücklich mit dem Unentschieden. Wir haben erreicht, was wir wollten", erklärte Coach Helmut Kraft.

Mit seiner strikten Defensivtaktik brachte der Tiroler Rapid zur Verzweiflung. "Wir haben uns mit aller Macht gegen Rapid gestemmt, haben mit allen Mitteln verteidigt und auch ein bisschen Glück gehabt", meinte der Tiroler.