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Salzburg feuert Kreuzer

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Eklat beim Fußball-Meister: Bullen trennen sich von ihrem Sportdirektor. Hochhauser vorerst Nachfolger.

Der österreichische Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat personelle Konsequenzen aus seinem mäßigen Saisonstart gezogen. Der aktuelle Tabellenvierte der T-Mobile Bundesliga, der in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League an Schachtjor Donezk gescheitert war, beurlaubte am Mittwoch mit sofortiger Wirkung seinen Sportdirektor Oliver Kreuzer und ersetzte ihn durch den bisherigen Nachwuchschef Heinz Hochhauser. Startrainer Giovanni Trapattoni bleibt dagegen im Amt.

Hochhauser Nachfolger
Kreuzer, der erst im Oktober des Vorjahres angetreten war, reagierte einigermaßen überrascht auf seine Beurlaubung. "Das Ganze kommt für mich überraschend. Ich kenne die Gründe dafür nicht", versicherte der 41-jährige Deutsche. Kreuzer würde sie sichtlich gerne erfahren. Seine Agenden übernimmt der ehemalige Ried-Erfolgstrainer Hochhauser, der im Juni 2006 als Red-Bull-Nachwuchsleiter installiert worden war.

Linke als Assistent
Hochhauser bleibt auch in Zukunft für den Nachwuchsbereich verantwortlich, bekommt in seiner Rolle als Sportdirektor aber den ehemaligen deutschen Nationalspieler Thomas Linke als Assistenten zur Seite gestellt. "Auf uns wartet eine reizvolle Aufgabe und ich denke, dass wir gemeinsam die erfolgreiche Zukunft unserer Mannschaft gestalten können", erklärte Hochhauser. "Wer mich kennt weiß, dass Einsatz und Leidenschaft sehr wichtig für mich sind - und das hat mir zuletzt etwas gefehlt."

Schwacher Tabellenrang
Dadurch liegen die Salzburger nach einem Meisterschafts-Viertel hinter Leader Austria, Rapid und Mattersburg nur auf dem für ihre Verhältnisse enttäuschenden vierten Tabellenplatz. Im direkten Duell mit Mattersburg haben die Bullen am Samstag aber zu Hause die Chance, Boden gutzumachen. "Es ist notwendig, dass wir alle näher zusammenrücken und unser Potenzial optimal nützen", meinte Hochhauser. Statt der Champions League wartet kommende Woche ein UEFA-Cup-Gastspiel bei AEK Athen.

"Ich glaube aber nach wie vor an die Mannschaft. Sie hat das Potenzial für die UEFA-Cup-Gruppenphase", betonte Kreuzer, der "alle Entscheidungen noch einmal so treffen und nichts anders machen" würde. "Man kann die Arbeit eines Sportdirektors nicht nach einem Jahr beurteilen", meinte der Ex-Verteidiger. "Alle erfolgreichen Mannschaften in Europa setzen auf Kontinuität."

Spieler meiden Österreich
Dennoch wurde Kreuzer am Dienstagabend von Geschäftsführer Helmut Sandrock über seine Beurlaubung informiert. Womöglich war er über seine Transferpolitik gestolpert. "Es war allerdings auch sehr schwer, die Spieler zu bekommen, die ich wollte. Viele wollten einfach nicht nach Österreich kommen", erklärte der Deutsche, der von 2002 bis 2005 als Teammanager beim FC Basel tätig gewesen war. In dieser Zeit waren die Schweizer dreimal Meister und 2002 auch in der Champions League gewesen.

Wackelposten
Hochhauser dagegen verfügt vor allem über nationale Erfahrung. Der 60-jährige Oberösterreicher war in seiner Trainer-Karriere neben Ried unter anderem für die Austria, den FC Linz, den FC Kärnten und Pasching sowie als ÖFB-Nachwuchskoordinator tätig. In Salzburg ist der Welser, der am Donnerstag (11:30 Uhr/Trainingszentrum Taxham) seine Antritts-Pressekonferenz gibt, bereits der dritte Sportdirektor innerhalb von drei Jahren nach Kurt Jara und Kreuzer.

Vor Kreuzer hatte mit Trapattoni-Assistent Lothar Matthäus bereits ein weiterer namhafter Bayern-München-Spieler die Salzburger verlassen müssen. Dafür kehrt ein anderer zurück. Linke, der Red Bull noch im Mai als Kapitän zum Meistertitel geführt hatte, war ausgerechnet von Kreuzer aus dem Bullen-Kader eliminiert worden. Der 37-jährige Verteidiger wird die laufende Saison neben seiner assistierenden Tätigkeit in Salzburg allerdings noch bei den Bayern-Amateuren zu Ende spielen.

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