Steueraffäre: Messi droht doch Anklage

Richterin gnadenlos

Steueraffäre: Messi droht doch Anklage

Gegen den Willen der Staatsanwaltschaft will Richterin Messi anklagen.

Lionel Messi droht in Spanien eine Anklage wegen Steuerhinterziehung . Die zuständige Ermittlungsrichterin in Gava bei Barcelona lehnte am Montag einen Antrag der Staatsanwaltschaft zur Einstellung der Ermittlungen gegen den FC-Barcelona-Star ab. Die Anklagebehörde hatte ihr Gesuch damit begründet, dass der viermalige Weltfußballer sich um finanzielle Angelegenheiten nicht gekümmert habe.

Wusste Messi von Papas Geschäften?
Sie sprach sich dafür aus, nur noch gegen den Vater Jorge zu ermitteln. Die Ermittlungsrichterin entschied dagegen, da es doch Anhaltspunkte dafür gebe, dass der 27-jährige Argentinier von den Geschäften seines Vaters gewusst habe. Damit stieg die Wahrscheinlichkeit, dass gegen den Barca-Star Anklage erhoben und ein Prozess gegen ihn eröffnet wird.

Millionen an Steuern hinterzogen
Die Justiz legt dem Stürmer und dessen Vater zur Last, in den Jahren 2007, 2008 und 2009 dem Finanzamt 4,1 Millionen Euro an Steuern schuldig geblieben zu sein. Die Argentinier zahlten nach Einleitung der Ermittlungen 15 Millionen Euro Steuern an das Finanzamt nach. Der Vater entlastete in einem Schreiben an das Gericht seinen Sohn in der Affäre und betonte, dass der Barca-Profi sich nie mit Steuerdingen befasst habe.