Stronach will bei Sturm einsteigen

Sensation

Stronach will bei Sturm einsteigen

Knalleffekt in der Bundesliga-Pause: Milliardär Stronach zieht es zu Sturm Graz.

 Immer wenn Frank Stronach in Österreich ist, sorgt er für Überraschungen. Während die Klubverantwortlichen in Wiener Neustadt auf einen Termin mit dem „Big Spender“ warten, um den geplanten Ausstieg von Magna zu besprechen, kann Stronach schon mit der nächsten Sensation aufwarten. Der Selfmade-Milliardär hat vom heimischen Fußball noch nicht genug, im Gegenteil, jetzt will Stronach den Tabellenzweiten Sturm sponsern.

Die Nummer eins
Im Gespräch mit ÖSTERREICH hält der Austrokanadier nicht lange hinterm Berg. "Wir beschäftigen in der Steiermark die meisten Arbeiter“, erklärt er, „ständig kommen die Arbeiter zu mir und sagen: Geh, Frank! Wieso unterstützt du nicht einen steirischen Klub?“

Alles deutet darauf hin, dass sich Stronach von seinen Arbeitern endgültig weichklopfen hat lassen.

Und wieso ausgerechnet Sturm? Stronach: „Sturm ist die Nummer eins in der Steiermark. Das würde für uns viel Sinn machen.“

Fakt ist: Bis es soweit ist, muss noch der Ausstieg bei Wiener Neustadt am Ende der Saison geregelt werden. Noch diese Woche soll es in der Magna-Zentrale in Oberwaltersdorf ein Treffen der verantwortlichen Personen geben. Dort wird Stronach noch einmal seine Beweggründe für den Rückzug mitteilen.

Kein Stadion
Kein Geheimnis: Der Grund für den Ausstieg von Stronach („Ich bleibe nicht, wenn man mich nicht will“) hat mit dem Scheitern des geplanten Stadionprojekts in Wiener Neustadt zu tun.

Ganz wird sich Stronach aus Niederösterreich dennoch nicht zurückziehen: „Wenn man will, werde ich die Jugend mit einer gewissen Summe weiter fördern.“ Die Rede ist von einer Million Euro pro Saison. Doch für die Kampfmannschaft des Tabellenvierten schaut es düster aus. Stronach: „Da müssen andere Leute die Verantwortung übernehmen.“

Schon in der Winterpause könnte es zum großen Ausverkauf kommen. Da die meisten Spielerverträge im Sommer auslaufen, ist es für den Klub die allerletzte Chance, doch noch Geld zu lukrieren.