Sturm nach Katastrophenstart Letzter

Just vor CL-Quali

Sturm nach Katastrophenstart Letzter

Alarmstufe Rot in Graz: Nach 0:3 bei KSV stürzt der Meister in die Krise.

Bei Meister Sturm liegen die Nerven blank: Erstmals seit 1958 mussten sich die Grazer in Kapfenberg geschlagen geben. Und dann auch noch mit 0:3. Ausgerechnet das Steirerderby macht den Fehlstart komplett. Drei Spiele ohne Sieg, das gab es bei Sturm zuletzt vor acht Jahren. Nun schrillen bei den Krisen-Grazern die Alarmglocken. Patrick Wolf sagt: „Wir machen einfache Fehler in der Defensive und im Spielaufbau. Wenn wir so weiterspielen, werden wir nicht viele Punkte machen. Der Frust ist sehr groß.“

Und das ausgerechnet vor dem so wichtigen Rückspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Zestafoni. Verspielt Sturm am Mittwoch (20.30 Uhr, live in ORF 1) in Graz jetzt gar die schon fast sicheren Millionen?

Wolf schlägt Alarm und geht auf seine Kollegen los
Nach dem 1:1 auswärts würde bereits ein 0:0 daheim reichen, um in die Gruppenphase einzuziehen. Aber selbst die Spieler zweifeln plötzlich: „Am Mittwoch muss sich viel ändern, wenn wir weiterkommen wollen. Aufgrund der vielen Verletzungen ist die Mannschaft geschwächt, aber die Spieler, die auf dem Feld sind, müssen zu 100 Prozent ihre Leistung geben. Das war heute nicht bei allen der Fall“, geht Wolf auf seine Kollegen los.

Ähnlich verärgert waren Torhüter Christian Gratzei und Routinier Mario Haas. „Wir müssen uns selbst an den Ohren nehmen und schauen, dass wir da wieder rauskommen“, sagte Gratzei. „Wir haben zu überheblich gespielt und unsere Chancen nicht verwertet. Teilweise sind wir wie eine Schulmannschaft aufgetreten“, lederte Haas los.

Verletzungspech: Koch fällt sechs Wochen aus
Kurios: Trainer Franco Foda sah nicht alles negativ. „Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf, es ist zu hoch, das Match hätte auch anders verlaufen können.“ Fest steht: Mit Matthias Koch ist ein weiterer Verletzter zu beklagen. Mit Schlüsselbeinbruch fällt er sechs Wochen aus.