Italien
Verbands-Chef tritt zurück
Erdbeben an der Spitze des italienischen Fußballverbands (FIGC): Der kommissarische Präsident, Guido Rossi, ist zurückgetreten.
Der 71-jährige Wirtschaftsexperte, der im Mai nach der Aufdeckung des riesigen Absprachenskandals im italienischen Fußball das Ruder des Verbands an Stelle des im Sog der Affäre zurückgetretenen Franco Carraro übernommen hatte, warf im Streit mit Italiens Olympiaverband (CONI) das Handtuch.
CONI-Chef Gianni Petrucci drängte auf den Rücktritt Rossis, nachdem dieser am Freitag zur neuen Nummer eins der Telefongesellschaft Telecom Italia ernannt worden war. Der Einsatz an der Spitze des Fußballverbandes erfordere ein totales Engagement und sei mit der Führung eines großen Konzerns nicht zu vereinbaren, sagte Petrucci. Rossi hatte zwar erwidert, dass es keine Interessenskonflikte zwischen seinem neuen Managerposten und der Leitung des Fußballverbands gäbe, Petrucci beharrte jedoch auf seiner Meinung.
Ein Beschluss über die künftige Leitung des Fußballverbands will das Olympische Komitee bei einer Sitzung am Dienstagnachmittag fassen. Als mögliche Nachfolger Rossis galt neben Fußball-Legende Gianni Rivera auch Vito Gamberale. Gamberale, ein enger Mitarbeiter Rossis, trat aber wie Demetrio Albertini ebenfalls zurück.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden