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Bundesliga

Verdienter 4:2-Sieg für Rapid

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Die Meisterschafts-Entscheidung in der Fußball-Bundesliga ist vertagt. Rekordmeister und Titelverteidiger Rapid Wien feierte am Sonntagnachmittag im großen Schlager der 33. Runde einen klaren 4:2-(1:0)-Triumph über Tabellenführer Red Bull Salzburg.

Die Meisterschafts-Entscheidung in der Fußball-Bundesliga ist vertagt. Rekordmeister und Titelverteidiger Rapid Wien feierte am Sonntagnachmittag im großen Schlager der 33. Runde einen klaren 4:2-(1:0)-Triumph über Tabellenführer Red Bull Salzburg, der nun nur noch vier Punkte vor den Hütteldorfern liegt. Die Tore für die Grün-Weißen erzielten vor 17.800 Zuschauern im ausverkauften Hanappi-Stadion die Stürmer Stefan Maierhofer (22.) und Erwin "Jimmy" Hoffer, der mit seinem lupenreinen Hattrick nach der Pause (53., 62., 75.) im Alleingang für die Entscheidung sorgte.

Starker Rapid-Start
Rapid begann vor den Augen von ÖFB-Teamchef Didi Constantini druckvoll und hatte bereits in Minute drei eine tolle Chance: Sturm-Riese Maierhofer legte per Kopf zurück auf Kapitän Hofmann, dessen Schuss aus rund 20 Metern nur knapp neben dem Tor einschlug. Nach rund zehn Minuten flachte die Partie aber plötzlich extrem ab.

Maierhofer eröffnet Torreigen
Erst in Minute 21 wurde es wieder brandgefährlich, diesmal jedoch im Rapid-Strafraum: Maierhofer verschätzte sich bei einer Flanke, wodurch der Ball direkt zu Janko kam, doch der Salzburg-Goalgetter scheiterte an Tormann Payer. Postwendend hieß es dann 1:0 für Rapid: Nach einem blitzschnellen Gegenzug verwertete der von der Abwehr sträflich vernachlässigte Maierhofer eine Hoffer-Maßflanke per Kopf zur Führung. Nach seinem bereits 23. Saisontor stürmte der 2,02 m große Angreifer zur Betreuerbank und hielt ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Alles Gute zum Muttertag!" in die Kamera.

Salzburg war nun gefordert, mehr fürs Match zu tun, kam aber im Gegensatz zu Rapid zunächst aus dem Spiel kaum zu nennenswerten Möglichkeiten. Lediglich bei einem Freistoß von Vonlanthen musste Payer eingreifen, hatte aber keine Probleme, den Ball über die Latte zu drehen (24.). Auf der Gegenseite konnte sich Schlussmann Arzberger dagegen nicht über Unterbeschäftigung beklagen. So wäre er in Minute 35 erneut geschlagen gewesen, wenn Maierhofer nicht den perfekten Strafraum-Querpass von Hofmann verpasst hätte. Bei der nächsten Maierhofer-Chance rettete Arzberger mit dem Fuß (39.).

Janko-Traumtor
Die Gäste prüften Payer erst wieder knapp vor der Pause, als die Rapid-Abwehr den Ball nicht wegbrachte. Dieser drehte aber auch den knallharten Schuss von Aufhauser aus knapp zwölf Metern in souveräner Manier über die Latte (45.). Sechs Minuten nach dem Wechsel durften die Salzburger doch über den Ausgleich jubeln, wobei die Abwehr der Hausherren, allen voran die beiden Innenverteidiger Eder und Patocka, einen katastrophalen Eindruck hinterließ: Janko legte sich im Strafraum den Ball rücklings zum Tor per Heber mit dem linken Fuß selbst vor und vollendete die Bilderbuchaktion rechts und volley mit seinem bereits 38. Saisontor zum 1:1 (51.).

Hoffer entscheidet Match
Diese Freude währte jedoch nur kurz, denn nicht einmal zwei Minuten später führte wieder Rapid: Eine Kulovits-Flanke leitete Maierhofer per Kopf perfekt auf Hoffer weiter, der zum 2:1 einnetzte (53.). Hoffer sorgte auch für die Vorentscheidung in Minute 62: Nach einem Flankenpass von Kulovits erzielte der im Strafraum lauernde Teamstürmer, der Opdam mittels Drehung austrickste, das 3:1.

Salzburg wollte danach schnell den Anschluss erzielen, scheiterte aber zunächst an Payer, der einen Vonlanthen-Schuss zur Ecke abwehrte (67.). Nach dem Corner feuerte Zickler einen Kopfball Richtung Tor, doch Kavlak rettete für seinen geschlagenen Tormann auf der Linie (68.). Und als Außenverteidiger Bodnar wegen wiederholten Foulspiels nach 69 Minuten vom Platz gestellt wurde, war es mit Salzburgs Offensivbemühungen vorbei, weil Trainer Co Adriaanse reagieren und Vonlanthen durch Dudic ersetzen musste (71.).

Hattrick
Hoffer nutzte die numerische Überlegenheit zu einem weiteren Treffer: Nach idealer Vorlage von Pehlivan enteilte der 22-Jährige der Salzburger Abwehr und machte seinen lupenreinen Hattrick innerhalb von 22 Minuten perfekt. Mit seinem 24. Saisontreffer überholte Hoffer auch seinen Sturmkollegen Maierhofer. Im Finish gelang Aufhauser per Weitschuss nur noch Ergebniskosmetik für die Salzburger (86.). Zickler hätte in der Nachspielzeit nach einem Doppelpass mit Aufhauser noch auf 3:4 verkürzen können (92.), scheiterte aber an Payer.

Damit musste Salzburg erstmals in dieser Saison eine Niederlage gegen Rapid hinnehmen, nachdem sie zuvor im ersten Spiel in Wien ein 2:2 erreicht und die beiden Heimspiele (1:0 und 2:1) jeweils knapp gewonnen hatten. Bei noch vier Punkten Vorsprung auf die Grün-Weißen vor den letzten drei Runden hat das Team von Co Adriaanse aber noch immer alle Trümpfe in der Hand, den zweiten Titel in der Red-Bull-Ära zu holen.

SK Rapid Wien - Red Bull Salzburg 4:2 (1:0)
Tore: Maierhofer (22.), Hoffer (53., 62., 75.); bzw. Janko (51.), Aufhauser (86.)
Gelbe Karten: Keine bzw. Sekagya, Aufhauser
Gelb-Rote Karte: Bodnar (70./wiederholtes Foulspiel)

Rapid: Payer - Dober, Eder, Patocka, Kulovits (77. Thonhofer) - Hofmann, Heikkinen, Pehlivan, Kavlak (93. Trimmel) - Hoffer (84. Jelavic), Maierhofer

Salzburg: Arzberger - Bodnar, Sekagya, Boussaidi, Opdam, Ulmer - Aufhauser - Janocko (46. Zickler), Vonlanthen (71. Dudic), Tchoyi - Janko

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