WM-Play-off:

Italien zittert gegen Nordirland um das Ticket

Italien steht vor der Stunde der Wahrheit. Die "Azzurri" müssen erneut den harten Weg über das Play-off gehen, um die WM-Teilnahme 2026 zu sichern. In Bergamo steigt am Donnerstag der erste Akt.

Italien zittert wieder einmal vor der großen Fußball-Bühne. Wie schon 2018 und 2022 müssen die Azzurri den Umweg über das Play-off nehmen, um überhaupt bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Damals scheiterte der vierfache Weltmeister kläglich an Schweden und Nordmazedonien. Jetzt wartet im Halbfinale des Mini-Turniers Nordirland am Donnerstag (20:45 Uhr/live Puls 4 & Sport24-Liveticker) in Bergamo.

Gattuso setzt auf die Psyche

Teamchef Gennaro Gattuso sieht sich vor den Schicksalstagen in der Rolle des Psychologen. Er will den Druck von seinen Stars nehmen, damit sie unbeschwerter aufspielen können. Immerhin haben diese Kicker bereits die Europameisterschaft gewonnen und standen in Endspielen der Champions League. Gattuso betont, dass seine Mannschaft an solch stressige Situationen gewöhnt ist und er fest an den Aufstieg glaubt.

Ein Jahrzehnt ohne WM-Spiel

Die Stimmung unter den Tifosi ist nach dem schwachen 1:4 gegen Norwegen zum Quali-Abschluss im Keller. Sportminister Andrea Abodi findet klare Worte und spricht von einem Zyklus, der schon viel zu lange dauert. Tatsächlich hat eine ganze Generation italienischer Kinder noch nie ein WM-Spiel ihrer Nation gesehen. Der letzte Auftritt datiert vom 24. Juni 2014 in Brasilien, als man mit 0:1 gegen Uruguay unterging.

Neue Wege für den Calcio

Verbandsboss Gabriele Gravina will den italienischen Fußball grundlegend umkrempeln. Er fordert ein neues Nachwuchskonzept und will weg von der reinen Taktik und dem defensiven Denken. Dass Italien seit 1958 nicht mehr gegen Nordirland verloren hat, ist zwar ein statistischer Trost, aber am Donnerstag zählt nur das nackte Ergebnis. Bei einem Sieg wartet nächsten Dienstag das Finale auswärts in Wales oder Bosnien-Herzegowina.

Heißer Kampf um die Rest-Plätze

In ganz Europa brennt der Hut, denn es werden noch drei weitere Tickets für die Endrunde vergeben. In Pfad B duellieren sich die Ukraine mit Schweden sowie Polen mit Albanien. Auchdie Slowakei (gegen den Kosovo) sind im Einsatz.

Parallel dazu wird im interkontinentalen Play-off in Mexiko in der Nacht auf Freitag um die letzten zwei Plätze gefightet, wobei unter anderem der Irak trotz schwieriger Vorbereitung durch den Iran-Krieg auf seine Chance hofft.

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