FIFA-Schiedsrichterboss Pierluigi Collina hat das Aufgebot für die XXL-WM 2026 in Nordamerika offiziell nominiert. Während sechs Frauen Geschichte schreiben, bleibt Österreich erneut nur die Zuschauerrolle.
Pierluigi Collina lässt keine Ausreden gelten. Der Vorsitzende der FIFA-Schiedsrichterkommission betonte bei der Vorstellung des Teams für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada, dass ausschließlich die Besten der Welt ausgewählt wurden. Insgesamt 52 Schiedsrichter, 88 Assistenten und 30 Video-Offizielle bilden das größte Aufgebot der Geschichte. Darunter befinden sich auch sechs Frauen, wie die Mexikanerin Katia Garcia, die bei den 104 Spielen (11. Juni bis 19. Juli 2026) für Recht und Ordnung sorgen werden.
Kein Platz für rot-weiß-rote Referees
Für den heimischen Fußball ist die Liste eine bittere Pille. Wie erwartet findet sich kein einziger Österreicher im WM-Kader. Laut Collina basierte die Auswahl auf einem dreijährigen Beobachtungsprozess, bei dem Qualität und Beständigkeit auf internationalem Niveau entscheidend waren. Österreich wartet damit weiterhin auf einen Nachfolger für Konrad Plautz (EM 2008) oder Günter Benkö, der 1998 in Frankreich der letzte rot-weiß-rote Schiedsrichter bei einer Weltmeisterschaft war.
Vorbereitung zwischen Miami und Dallas
++ Die komplette Liste der Schiedsrichter bei der WM 2026 ++
Die heiße Phase startet für die Unparteiischen am 31. Mai 2026 mit einem zehntägigen Seminar in Miami. Dort wird die Elite von einem Team aus Fitnesstrainern, Physiotherapeuten und sogar Psychologen betreut, um den mentalen Druck der Mammut-WM standzuhalten. Nach dem Seminar gibt es eine räumliche Trennung: Während die Schiedsrichter in Miami bleiben, ziehen die Video-Assistenten nach Dallas um, wo sich im Sendezentrum die technische Zentrale für die gesamte Weltmeisterschaft befindet.