Corona-Konzept als Vorbild für Olympia

Erfolg bei Spielberg-GP

Corona-Konzept als Vorbild für Olympia

Das erfolgreiche Corona-Konzept der Formel-1 hat auch bei Olympia &Co. Interesse geweckt.

Ein sportliches Mega-Event trotz Corona-Pandemie - am Sonntag hat Spielberg der Sportwelt gezeigt, wie es geht. Nach dem gelungenen Einstand steht das Corona-Sicherheitskonzept der Formel 1 am Sonntag beim Grand Prix der Steiermark gleich noch einmal auf dem Prüfstand. Bisher hat das Cluster-und Blasenprinzip dank hohem logistischem Aufwand der Organisatoren reibungslos funktioniert -und auch das Interesse anderer Weltsportverbände geweckt.

IOC zeigt Interesse an Konzept für Olympia 2021

Sogar für Olympia 2021, wie FIA-Generalsekretär Peter Bayer berichtet. Der Österreicher war persönlich in die Gestaltung des Corona-Konzepts für die Formel 1 involviert. Unter anderem habe sich auch IOC-Exekutivdirektor Christophe Dubi danach erkundigt: "Man will wissen, wie alles hier funktioniert hat und was man davon zum Beispiel für die Spiele in Japan mitnehmen kann." Olympia wurde bekanntlich aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2021 verschoben. Dann könnte die Spielberg-Show als Blaupause dienen. "Man wird dabei davon profitieren, dass wir den Bann gebrochen haben", ist Bayer überzeugt.

Spielberg-Coup kommt auch FIFA & Co. zugute

Möglicherweise nicht nur das IOC. Auch die Fußballgiganten FIFA und UEFA, die Rallye-WM (WRC) und der Motorradweltverband FIM sollen bereits bezüglich der Covid-Maßnahmen angefragt haben. Bayern betont: "Der Pragmatismus und die Erfahrung hier in Österreich, bei Red Bull und der Spielberg-GmbH waren ausschlaggebend, dass wir jetzt hier sind." Im Hintergrund wurde dafür rund zweieinhalb Monate gearbeitet -das Ergebnis kommt nun der ganzen Sportwelt zugute.

Umfassende Corona-Tests- über 10.000 Abstriche gesamt- 20 Teststationen an der Strecke- Proben 2x täglich zu Labor nach München geliefert Streng limitierter Zugang- Einlass nur mit negativem Test (nicht älter als vier Tage)- nur ca. 3.000 Leute an Strecke- maximal 80 Mitarbeiter je Team Mund-Nasen-Schutz- bei vielen Leuten auf engem Raum Isolier- & Krankenstationen- im Fall eines positiven Tests Ersatzfahrer stehen bereit- für infizierte Piloten