Titelkampf

Antonelli gegen Russell: Toto Wolff macht klare Stallorder-Ansage

Nach den ersten drei Rennen sind sich alle Experten sicher, dass der WM-Titel heuer nur über Mercedes führt. Nun hat Teamchef Toto Wolff eine klare Titel-Ansage gemacht. 

Mercedes dominierte den Auftakt der neuen Formel-1-Saison. George Russell gewann das erste Rennen in Australien, Teamkollege Kimi Antonelli jubelte über die Siege in Japan und China und steht nun an der Spitze der Fahrerwertung.

Die Konkurrenz konnte gegen die Silberpfeile nichts ausrichten und duelliert sich hinter dem deutschen Team um die weiteren Plätze. Die Situation erinnert an das Vorjahr, als es bei McLaren die "Papaya Rules" gab, die dem Team am Ende fast noch den Fahrertitel gekostet hätten.

Auch bei Mercedes erinnert man sich an die Saison 2016, als sich Nico Rosberg in der WM überraschend gegen Lewis Hamilton durchgesetzt hatte. Seitdem gab es im Team des Österreichers Toto Wolff stets eine klare Nummer 1. Bis 2024 war das unangefochten Lewis Hamilton, im Vorjahr hatte Russell den Vorzug innerhalb des Teams.

Italien hofft auf Antonelli-Coup

Doch wie geht der Traditionsrennstall nun mit der neuen Situation um? Antonelli lässt ganz Italien vom ersten Fahrertitel seit Alberto Ascari 1953 träumen, mit der vor Saisonstart angedachten Stallorder allerdings undenkbar.

Doch nun hat Wolff gegenüber GPBlog über die aktuelle Saison gesprochen und klargestellt, dass beide Fahrer vorerst frei fahren dürfen. "Wir haben drei Rennen hinter uns, das Auto ist gut, also müssen wir weiterhin unsere Arbeit machen und ihnen die Mittel geben, mit denen sie weiterhin gewinnen und um die Positionen kämpfen können", so der 54-jährige Österreicher.

Wolff will Saisonverlauf abwarten

Allerdings wird das nicht immer so bleiben, wie er gesteht: "Gegen Ende der Saison werden wir sehen, wie sich die Punkte entwickeln und ob Anpassungen nötig sind. Aber im Moment haben beide Piloten freie Bahn; solange immer ein gewisser Abstand zwischen den Autos besteht, ist alles in Ordnung."

Natürlich wurde er gefragt, ob er nicht Angst hätte, dass ein ähnliches Szenario wie 2016 drohen könnte. Laut Wolff dürfte das allerdings kein Problem sein, weil die Situation eine andere sei. Rosberg und Hamilton kannten sich schon seit ihrer Zeit als Kart-Fahrer, trotz der Freundschaft war es auch stets eine Rivalität, die dann in einem packenden Titelkampf gegipfelt sei.

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