In der Formel 1 herrscht dicke Luft: Neue Regeln und Fahrweisen sorgen beim Rennwochenende in China für massiven Fan-Frust. Nun steht sogar der Vorwurf im Raum, die TV-Bilder seien zensiert worden.
In der aktuellen Saison 2026 hat sich das Gesicht der Königsklasse massiv verändert, da die Batterie inzwischen 50 Prozent der Power ausmacht. Das entscheidende Rennen in China steht noch bevor: Das Hauptrennen findet am Sonntag statt.
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Das neue Reglement zwingt die Piloten dazu, ihre Energie extrem clever zu verwalten. Besonders auf der 1,2 Kilometer langen Geraden nach Kurve 13 in China wird das deutlich.
Um die Batterie optimal für die folgende Haarnadelkurve zu laden, müssen die Fahrer deutlich früher vom Gas gehen und bremsen, als man es von früher gewohnt war. Doch genau diese unpopulären Szenen bekamen die Zuschauer am Bildschirm oft gar nicht erst zu Gesicht.
Kritik wird laut
Die TV-Regie schaltete bei den Onboard-Perspektiven im Sprintrennen und in der Qualifikation auffällig oft kurz vor dem Bremspunkt weg. Es scheint, als wolle man den Unmut der Fans über die veränderte Fahrcharakteristik nicht noch weiter befeuern.
Rätsel um Antonelli-Anzeige
Besonders kurios wurde es bereits am Freitag. Während die Weltregie dort noch länger auf den Onboard-Kameras blieb, sorgte eine digitale Anzeige für Verwirrung. Bei Mercedes-Youngster Kimi Antonelli war deutlich zu hören und zu sehen, dass er den Bremsvorgang einleitete. Die eingeblendete Geschwindigkeitsanzeige blieb jedoch starr bei 325 km/h stehen. Ob es sich dabei um einen technischen Fehler oder eine bewusste Manipulation handelte, bleibt unklar.
Mercedes dominiert in China
Trotz der Diskussionen um die TV-Bilder gab es auf der Strecke sportliche Highlights. George Russell sicherte sich am Samstag den Sieg im Sprintrennen. Sein Teamkollege Kimi Antonelli unterstrich die starke Form von Mercedes und raste nur vier Stunden später auf die Pole-Position für den Grand Prix.