Marko: »Es wird ein ganz anderer GP«

Red-Bull-Motorsportchef über Silverstone

Marko: »Es wird ein ganz anderer GP«

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Vor dem Klassiker in Silverstone plauderte Helmut Marko mit ÖSTERREICH.

Dass das GP-Doppel in Spielberg zum Formel-1-Fest mit insgesamt rund 150.000 Zuschauern wurde, haben wir nicht zuletzt dem Engagement von Helmut Marko zu verdanken. Das Bullen-Mastermind setzte sich unermüdlich für die beiden Rennen am Red-Bull-Ring ein. Nebenbei führt der 78-jährige Jurist vier Hotels in Graz, was in Corona-Zeiten kaum weniger Herausforderung bedeutet.

ÖSTERREICH: Herr Doktor, Sie lassen noch immer kein GP-Wochenende aus und sitzen unter der Woche jeden Tag in Ihrem Grazer Büro. Wie schaffen Sie das alles?

Helmut Marko: Ich habe gute Leute, die für mich arbeiten, auf die kann ich mich verlassen. Am Nachmittag gehe ich regelmäßig in meine Forstwirtschaft, das tut mir gut. Und wenn es sportlich so gut läuft wie jetzt gerade, dann gibt mir das zusätzlich Kraft.

ÖSTERREICH: Sie meinten, dass Sie in Silverstone den in Spielberg versäumten Doppelsieg nachholen wollen. Die Wettanbieter haben Verstappen jedenfalls klar vorn ...

Marko: Hoffentlich behalten sie recht. Max hat in Spielberg auch unter Druck zwei fehlerlose Rennen abgeliefert und damit gezeigt, dass er reif für den Titel ist.

ÖSTERREICH: Was halten Sie vom Sprint-Format?

Marko: Ich lasse mich einmal überraschen. Für die Veranstalter und für die Zuschauer ist das sicher ein Gewinn. Wir haben ein Qualifying am Freitag, den Sprint am Samstag und den üblichen GP am Sonntag. Das macht alles anders, dadurch wird das jetzt ein ganz anderers Rennen.

ÖSTERREICH: Wie Verstappen derzeit drauf ist, ist er Favorit auf die zusätzlichen drei Punkte. In der WM ist er bald auf und davon ...

Marko:
Aber wo! Wir haben jetzt erst das zehnte Rennen. Aber es stimmt schon, wenn wir auch in Silverstone (einer klassischen Mercedes-Strecke, d. Red.) gewinnen, dann schaut's int der Tat gut aus für uns.

ÖSTERREICH: Mercedes kündigte Upgrades an. Gibt Ihnen das zu denken?

Marko: Nein, im Gegensatz zu Herrn Wolff kümmern wir uns um unser Team, damit sind wir bis jetzt sehr gut gefahren.
 

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