Verstappen Leclerc Miami

Red-Bull-Star triumphiert vor Leclerc

Verstappen siegt bei Formel-1-Premiere in Miami

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Max Verstappen hat die Formel-1-Premiere in Miami gewonnen.

In einem erst im Finish spannenden Rennen über 57 Runden setzte sich der Weltmeister im Red Bull am Sonntag knapp vor dem aus der Pole gestarteten WM-Leader Charles Leclerc durch. Dessen Ferrari-Teamkollege Carlos Sainz rettete den letzten Platz am Podium gegen den zweiten Red Bull Fahrer Sergio Perez. Mit seinem dritten Saisonsieg machte Verstappen in Florida acht Punkte auf Leclerc gut.

Verstappen jetzt mit mehr Siegen

Leclerc war mit 27 Punkten Vorsprung auf Weltmeister Verstappen in das fünfte Saisonrennen gegangen. Bis dahin hatten beide je zwei Rennen gewonnen. Das Miami International Autodrome gab 2022 sein Debüt im Rennkalender. Rund um das Hard Rock Stadium, der Heimat des Football-Teams Miami Dolphins, war für die Formel 1 auf den Parkplätzen der City ein 5,412 Kilometer langer, anfangs freilich noch holpriger und rutschiger Hybrid-Stadtkurs, der teilweise unter einem Autobahnkreuz verläuft, gebaut worden.

VIPs im Fahrerlager

Der Hype um das ganz auf die amerikanische Begeisterungsfähigkeit zugeschnittene Rennen war dementsprechend. Restkarten wurden mit bis zu 15.000 Dollar gehandelt. Das Fahrerlager wimmelte nur so vor Prominenz. Gesichtet wurden u.a David Beckham, Michael Douglas, Tom Brady, Mario Andretti, DJ Khaled, die Williams-Tennis-Schwestern, Shawn Mendes, Lindsey Vonn und Michelle Obama. Die US-Hymne vor dem Rennen sang Luis Fonsi.

Kritik an der Strecke

Unüberhörbar war von Beginn weg freilich auch die Kritik der Fahrer an der neuen Strecke zu hören gewesen. Sie sei - vor allem abseits der Ideallinie - extrem rutschig und auch gefährlich. Vor allem die extrem enge "Gokart-Schikane" unter der Autobahn stand im Blickpunkt. Anderenorts wurden bei den Einschlägen der Autos von Carlos Sainz und Esteban Ocon an derselben Stelle 47 bzw. 55 G gemessen.

Red Bulls Berater Helmut Marko hatte für das Rennen mit Regen und daher "ein bis zwei" Safety-Car-Phasen gerechnet. Im Duell mit Ferrari verfügte man beim austro-britischen Team dank entsprechender Flügel-Abstimmung über rund 8 km/h mehr Topspeed auf den Geraden, die Roten aus Maranello waren dafür in den langsamen Kurven unschlagbar.

Seine dritte Saison-Pole hatte Leclerc freilich auch einem Fahrfehler von Verstappen am Samstag im letzten Teil der Qualifikation zu verdanken gehabt. Letztlich gingen die Ferrari nach einem Frontrow-Lockdown aus Reihe eins vor den zwei Red Bull von Verstappen und Sergio Perez ins Rennen. Der von P3 gestartete Verstappen drückte sich aber gleich an Sainz vorbei und war rasch Zweiter hinter Leclerc.

Verstappen geht rasch in Führung

Es dauerte bei 30 Grad Luft- und 45 Grad Celsius Streckentemperatur nur neun Runden, bis der schnellere Red Bull Pilot dank DRS in Führung ging. Wie erwartet gelang das Leclerc umgekehrt nicht, zudem bekam der Ferrari-Fahrer Reifenprobleme und rutschte einmal fast von der Strecke. So hatte Verstappen das Rennen rasch unter Kontrolle und dreieinhalb Sekunden Vorsprung, als es ab Runde 25 für alle zum Wechsel auf die härteren Reifen an die Box ging. Verstappen wechselte erst nach Leclerc und verdoppelte dank perfekter Team-Schrauberei seinen Vorsprung.

Das Rennen dümpelte vor sich hin, also es in der 41. von 57 Runden am McLaren von Lando Norris nach einer Kollision mit dem Alpha Tauri einen Hinterreifen zerriss. Die folgende Safety-Car-Phase spielte den Fahrern in die Hände, die punkto Reifen auf genau so etwas riskiert hatten. Der viertplatzierte Sergio Perez holte sogar weiche Reifen, mit Verstappen, Leclerc und Carlos Sainz fuhren die ersten drei das Rennen hingegen mit alten Pneus zu Ende.

Mercedes verpasst Podest

Leclerc jagte im Finish Verstappen im Kampf um den Sieg, Perez versuchte an Sainz vorbei doch noch auf das Podest zu kommen. Der Mexikaner verjuxte es mit einem missglückten Brachialmanöver, Leclerc schaffte es trotz DRS-Vorteil nicht mehr, an Verstappen vorbeizukommen. Die Plätze fünf und sechs gingen an die Mercedes-Fahrer George Russell und Lewis Hamilton.
 

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