PS-Prominenz bei Spielberg-Eröffnung

Großes Medieninteresse

PS-Prominenz bei Spielberg-Eröffnung

Zur Eröffnung des Red-Bull-Rings schaute auch Bernie Ecclestone vorbei.

Ein alle Erwartung übertreffendes Medieninteresse und bereits hunderte Zuschauer haben den ersten Tag der Eröffnung des neuen Red-Bull-Rings in Spielberg geprägt. Für die größte Überraschung sorgte am Samstag der Besuch von Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone in der Steiermark. Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz, der mit privatem Geld den Ring erneuert und daraus das "Projekt Spielberg" gemacht hat, wurde in der Boxengasse mit lauten Bravo-Rufen empfangen.

Alles ist neu am neuen Ring und dennoch werden sich viele der zehntausenden Besucher, die am Sonntag trotz Regenwetters erwartet werden, intensiv an die alten Zeiten des Österreichrings bzw. des A1-Rings erinnert fühlen. Strecken-Layout und Landschaft sind unverändert, dafür ist alles modern, praktisch und natürlich neu gebrandet. Vor dem neuen Info-Center gleich nach der Tunnel-Durchfahrt schließt sich der Kreis zu früher endgültig. Denn dort hat man eine Büste des 1970 tödlich verunglückten Weltmeisters Jochen Rindt platziert, mit dem alles hier begonnen hat.


Sonntag "Tag der offenen Tür"
Der samstägige Medien-Tag war bei noch wechselhaftem Wetter auch ein Test für das reichhaltige Motorsport- und Flugprogramm, das die Besucher am Sonntag beim "Tag der offenen Tür" erwartet. Ein historisches Formel-1-Rennen gab es ebenso zu sehen wie eine "Legenden-Schlacht" zwischen Niki Lauda, Gerhard Berger, Hemut Marko, Dieter Quester, Mark Webber und Christian Danner. Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern matchte sich im Porsche mit seinen Wintersport-Kollegen Hans Knauß und Aksel Lund Svindal.

Der Star an diesem Wochenende ist aber der neue, alte Ring. Umrahmt von der wunderschönen Landschaft ist die Rennstrecke das Herz des Projektes Spielberg, das nach achtjähriger Pause wieder Motorsport und "Leben" in die Region zurückbringt, aber auch weit darüber hinaus für Nachhaltigkeit sorgen soll. "Ich bin wirklich froh, dass das alles hier wieder entstanden ist", sagte etwa Lauda. "Ich habe als einziger Österreicher hier in der F1 gewonnen, das jetzt hat schon alles eine ziemliche Bedeutung für mich", meinte der Dreifach-Weltmeister.

Mateschitz präsentiert am Ring auch seinen ganzen derzeitigen Stolz, das Weltmeisterteam Red Bull Racing mit Champion-Pilot Sebastian Vettel, Teamchef Christian Horner, Designer Adrian Newey und Motorsportchef Marko an der Spitze. "Das hier ist ein Spielplatz für alle, die Benzin im Blut haben", freute sich auch Marko, der 1969 als einer der ersten am alten Österreichring gefahren war.

Ecclestone: "Super"
Dass selbst Ecclestone dem Ring seine Aufwartung machte, wurde als Zeichen der Wertschätzung für den Steirer Dietrich Mateschitz, dem die heimatliche Region eine Herzensangelegenheit ist, ausgelegt. "Es ist fantastisch, was hier passiert ist. Das hätte schon vor zehn Jahren geschehen sollen. Es ist einfach super", sparte der 80-jährige Brite nicht mit Lob.

Zu einer möglichen Rückkehr der Formel 1 auf den derzeit auf nur 25.000 Zuschauer ausgelegten RB-Ring schmeichelte Ecclestone wie immer: "Warum nicht? Wir haben das Rennen hier immer geliebt. Hier zu sein bringt eine Menge guter Erinnerungen zurück", sagte der Chefvermarkter der Formel 1. "Ohne Rennstrecke kann man nicht einmal um ein Formel-1-Rennen mitreden. Jetzt haben wir wieder eine, man wird sehen", erklärte Lauda.

Mateschitz selbst gab sich wie immer medienscheu und bedankte sich winkend für die Ovationen. In einem offiziellen Text erklärte der Red-Bull-Chef, ihm hätte schon beim Entstehen der Idee der Arbeitstitel "Projekt Spielberg" gut gefallen. "Eine schöne, von Emotionen getragene Tradition lebt nach einer Nachdenkpause wieder auf", so Mateschitz.

Hinsichtlich Rückkehr der Formel 1 wurde Mateschitz so zitiert: "Spielberg konkurriert nicht mit architektonischen Statements der jüngsten Trends im Neuland des Motorsports. So sehr solche Akzente dort Sinn ergeben, auch als Ausdruck erfreulicher Ressourcen, so sehr schätzen wir hier die Einbettung in eine regionale Struktur."