Reifen-Streit: FIA macht jetzt ernst

Formel-1-Aufreger

Reifen-Streit: FIA macht jetzt ernst

Weltverband fordert Test-Daten an. Auch Ferrari hat heimlich getestet.

Was als unterhaltsamer Disput zwischen den Langzeit-Freunden Niki Lauda (Mercedes) und Helmut Marko (Red Bull) begann, könnte jetzt bitterer Ernst werden. Die FIA nimmt die Test-Causa ganz genau unter die Lupe. Wie berichtet, hatte Mercedes vor dem Monaco-GP in Barcelona heimlich Reifen getestet. Dagegen legten Red Bull und Ferrari offiziell Protest ein. Marko: "Weil das ganz klar dem Testverbot-Abkommen widerspricht." Ferrari verhält sich inzwischen still - denn auch die Italiener haben, wie jetzt durchsickerte, für Pirelli getestet -allerdings mit Boliden aus 2011. Mercedes war mit aktuellen Autos unterwegs.

Formel-1-Tribunal
Rechtfertigung: Man wurde von Pirelli eingeladen und habe bei der FIA die Erlaubnis eingeholt. Lauda: "Andere Teams sind auch eingeladen worden -aber dort hat man offenbar zu langsam reagiert." Außerdem habe es sich um Sicherheits-Tests gehandelt. Denn die schnell abbauenden Reifen wurden zum Unfallrisiko. Laut Mercedes und Pirelli wussten die Mercedes-Piloten Rosberg und Hamilton nicht, mit welchen Reifen sie in Barcelona jeweils unterwegs waren.

Jetzt geht der Fall vor das F1-Tribunal. Laut Insider-Portal Motorsport-Total.com hat die FIA am Mittwoch ein vollständiges Dossier angefordert, welches alle mit dem Fall im Zusammenhang stehenden Aktivitäten lückenlos dokumentieren soll. Also: Was wussten die Teams wirklich, wie viele Kilometer wurden mit welchen Reifen gefahren? Es wird ernst.

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