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Shanghai

WM-Leader Hamilton gewann China-GP vor Massa

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Der Brite geht jetzt mit einem Vorsprung von sieben Punkten ins Finale der Weltmeisterschaft.

McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat am Sonntag einen großen Schritt Richtung Formel-1-WM-Titelgewinn 2008 gemacht: Der 23-jährige Engländer feierte am Sonntag im Grand Prix von China in Shanghai einen souveränen Start-Ziel-Sieg und baute damit seine WM-Führung auf den auch im Rennen zweitplatzierten Ferrari-Piloten Felipe Massa aus Brasilien auf sieben Punkte aus. Damit genügt Hamilton im finalen Saisonlauf am 2. November in Interlagos/Sao Paulo bereits Platz fünf, um sich zum jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte zu krönen.

Ereignislos
Das vorletzte WM-Rennen 2008 war an Ereignislosigkeit nicht zu überbieten. "Pole"-Mann Hamilton fuhr an der Spitze ungefährdet seinem neunten GP-Sieg, dem bereits fünften in dieser Saison, entgegen, und auch die beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Massa fuhren dahinter ein einsames Rennen. Der entthronte Weltmeister Räikkönen aus Finnland ließ schließlich in der 49. von 56 Runden seinen Teamkollegen artig passieren und beendete den China-GP auf Rang drei.

Der zweifache, spanische Ex-Weltmeister Fernando Alonso, der zuletzt in Singapur und Japan triumphiert hatte, landete im Renault auf Platz vier, während Robert Kubica im BMW-Sauber nicht über Rang sechs hinauskam. Der Pole hat damit als WM-Dritter bereits 19 Punkte Rückstand auf Hamilton und somit keine Chance mehr auf den Titelgewinn. Noch schlechter lief es für die Mateschitz-Teams Red Bull und Toro Rosso, die aus dem "Reich der Mitte" ohne WM-Zähler abreisten.

Stallorder
Massa betonte dagegen, dass er diesmal keine Chance auf den Sieg hatte. Sein Teamkollege Räikkönen wurde natürlich auf das Überholmanöver sieben Runden vor Schluss angesprochen. "Ich weiß, was wir als Team wollen, und genau das haben wir getan", erklärte der "Iceman", der so wie Massa die Leistung seines Boliden bemängelte. "Ich hatte zwar ein gutes Auto, das aber leider nicht schnell genug war."

Mit dem Fahrertitel dürfte es also nichts mehr für die Scuderia aus Maranello werden, doch die Konstrukteurswertung ist den "Roten" wohl nicht mehr zu nehmen. Da Hamiltons finnischer Teamkollege Heikki Kovalainen nur an 15. Stelle liegend im Finish seinen Boliden in der Garage parkte, damit er in Brasilien ungestraft einen neuen Motor einsetzen darf, vergrößerte sich der Vorsprung von Ferrari auf McLaren auf elf Punkte.

Endstand China-GP nach 56 Runden a 5,451 km bzw. 305,066 km:

1. Lewis Hamilton (GBR) McLaren-Mercedes 1:31:57,403 Stunden (Schnitt: 199,049 km/h)
2. Felipe Massa (BRA) Ferrari + 14,925
3. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 16,445
4. Fernando Alonso (ESP) Renault 18,370
5. Nick Heidfeld (GER) BMW-Sauber 28,923
6. Robert Kubica (POL) BMW-Sauber 33,219
7. Timo Glock (GER) Toyota 41,722
8. Nelson Piquet jr. (BRA) Renault 56,645
9. Sebastian Vettel (GER) Toro-Rosso-Ferrari 1:04,339
10. David Coulthard (GBR) Red-Bull-Renault 1:14,842
11. Rubens Barrichello (BRA) Honda 1:25,061
12. Kazuki Nakajima (JPN) Williams-Toyota 1:30,847
13. Sebastien Bourdais (FRA) Toro-Rosso-Ferrari 1:31,457
14. Mark Webber (AUS) Red-Bull-Renault 1:32,422
15. Nico Rosberg (GER) Williams-Toyota 1 Runde
16. Jenson Button (GBR) Honda 1 Runde
17. Giancarlo Fisichella (ITA) Force-India-Ferrari 1 Runde

Ausgeschieden: Adrian Sutil (GER) Force-India-Ferrari, Heikki Kovalainen (FIN) McLaren-Mercedes, Jarno Trulli (ITA) Toyota

Schnellste Runde: Lewis Hamilton (GBR) McLaren-Mercedes 1:36,325 Min. (13. Runde/Schnitt: 203,723 km/h)

WM-Stände nach 17 von 18 Rennen - Fahrerwertung:

1. Lewis Hamilton (GBR) McLaren-Mercedes 94 Punkte
2. Felipe Massa (BRA) Ferrari 87
3. Robert Kubica (POL) BMW-Sauber 75
4. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 69
5. Nick Heidfeld (GER) BMW-Sauber 60
6. Fernando Alonso (ESP) Renault 53
7. Heikki Kovalainen (FIN) McLaren-Mercedes 51
8. Sebastian Vettel (GER) Toro-Rosso-Ferrari 30
9. Jarno Trulli (ITA) Toyota 30
10. Timo Glock (GER) Toyota 22
11. Mark Webber (AUS) Red-Bull-Renault 21
12. Nelson Piquet jr. (BRA) Renault 19
13. Nico Rosberg (GER) Williams-Toyota 17
14. Rubens Barrichello (BRA) Honda 11
15. Kazuki Nakajima (JPN) Williams-Toyota 9
16. David Coulthard (GBR) Red-Bull-Renault 8
17. Sebastien Bourdais (FRA) Toro-Rosso-Ferrari 4
18. Jenson Button (GBR) Honda 3

Konstrukteurs-Wertung:

1. Ferrari 156
2. McLaren-Mercedes 145
3. BMW-Sauber 135
4. Renault 72
5. Toyota 52
6. Toro-Rosso-Ferrari 34
7. Red-Bull-Renault 29
8. Williams-Toyota 26
9. Honda 14

Letzter WM-Lauf: Grand Prix von Brasilien am 2. November in Interlagos bei Sao Paulo, wo auf dem 4,309 km langen Kurs insgesamt 71 Runden bzw. 305,939 km im Rennen zu absolvieren sind.

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