Bitterer Start für unsere Kombinierer Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger. Nach dem Springen im Teamsprint liegt unser Duo mit 29 Sekunden Rückstand auf die führenden Deutschen auf Platz 5.
Österreichs Kombinierer-Duo Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter muss im Langlauf-Rennen des olympischen Teamsprints am Donnerstag (14.00 Uhr) im Val di Fiemme aufholen, um noch ins Medaillenrennen einzugreifen. Die beiden Mitfavoriten liegen nach dem Springen nur auf Rang fünf. 29 Sekunden fehlen auf Spitzenreiter Deutschland. Die sehr laufstarken Norweger sind 13 Sekunden hinter den Deutschen Zweiter. Vor Österreich liegen auch noch Japan (+21 Sek.) und Finnland (+27).
- Stadlober trauert kurz vor Olympia-Highlight um verstorbene Großmutter
- Nach Olympia: Neuer ORF-Hammer um Rainer Pariasek
- "Woi, i ku in Deitsch redn" – Gold-Brite überrumpelt ORF-Mann
Auf den Bronzerang fehlen Rettenegger und Lamparter damit acht Sekunden. Auf der Großschanze in Predazzo herrschten schwierige Bedingungen. Zum teils starken Schneefall mit langsamer Spur und schlechter Sicht kam teilweise auch noch drehender Wind. Rettenegger hatte vor allem mit der Anlaufgeschwindigkeit Probleme, landete als Sechster in seinem Durchgang nur bei 116 Metern. Lamparter bekam nach einem 124-Meter-Satz nur noch eine weitere Sekunde Rückstand auf Deutschland aufgebrummt.
"Eine Medaille ist sicher noch drinnen. Es wird ein sehr hartes Rennen mit diesen Bedingungen", meinte Lamparter, der im Teamsprint 2021 bereits Weltmeister war. "Das Gute an der Kombination ist: Wenn man eine Sportart versaut, hat man noch eine zweite, um das gutzumachen. Wir werden alles daran setzen. Wir werden es probieren, dass wir die Attacke nach vor setzen." Die Bedingungen im Skispringen seien okay gewesen. "Es war ein fairer Bewerb."
Deutschland und Norwegen wohl um Gold
Rettenegger war dennoch frustriert. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll, es ist sehr enttäuschend", erklärte der Salzburger im ORF. "Um Bronze werden wir auf jeden Fall kämpfen, aber nach vorne könnte es schwer werden." Bei den Deutschen überzeugte Johannes Rydzek auf der Schanze, auch sein Kollege Vinzenz Geiger hat bereits zweimal olympisches Gold zu Hause. Norwegen schickt mit Andreas Skoglund und dem in Tesero bereits zweimal und insgesamt dreimal mit Olympia-Gold dekorierten Jens Luraas Oftebro zwei ausgezeichnete Läufer ins 2 x 7,5 km lange Rennen mit insgesamt neun Wechseln.
Der im Gesamtweltcup führende Tiroler Lamparter hatte in den Einzelbewerben von der Normal- und der Großschanze hinter Oftebro jeweils Silber geholt. Rettenegger dagegen wartet noch auf seine erste Olympia-Medaille.