Rennfahrerzeit

Schwere Vorwürfe gegen Michael Schumacher: "Absichtlich gegen ihn gecrasht"

Neue Aussagen von Jean Todt sorgen für Diskussionen in der Formel 1. Dabei geht es um zwei umstrittene Szenen von Michael Schumacher. 

Im „High Performance Podcast“ äußerte sich Jean Todt kritisch über Michael Schumacher und griff dabei zwei bekannte Vorfälle aus dessen Karriere auf.

Konkret sprach Todt über das WM-Finale 1997 in Jerez. „Er ist absichtlich gegen ihn gecrasht, aber er hat es schlecht gemacht“, sagte Todt über den Zusammenstoß mit Jacques Villeneuve. „Als er merkte, dass er die Meisterschaft verlieren würde, weil er vor Villeneuve stehen musste, lag er falsch. Er brauchte Unterstützung. Es war ein Fehlgriff, er war unnötig.“

Michael Schumacher
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Harte Strafe der FIA

Die Szene zählt bis heute zu den umstrittensten Momenten der Formel 1. Die FIA reagierte damals und strich Schumacher sämtliche WM-Punkte der Saison.

Kritik auch an Monaco: Auch das Qualifying 2006 in Monte Carlo wurde thematisiert. Damals blieb Schumacher in der Rascasse-Kurve stehen. Für Fernando Alonso hatte das Folgen: Er musste seine schnelle Runde abbrechen. Die FIA wertete dies als absichtliches Manöver, Schumacher startete daraufhin vom letzten Platz.

Michael Schumacher
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Lob und Einordnung

Trotz der Kritik bezeichnete Todt Schumacher als „ein außergewöhnlicher Typ“. Gleichzeitig sagte er: „Aber jedes Mal, wenn er die Kontrolle verlor, bezahlte er dafür sehr teuer.“ Zudem erklärte er: „Es war einfach eine Emotion. Deshalb muss man bei der Beurteilung eines Sportlers in der Hitze des Gefechts sehr nachsichtig sein.“

Weber widerspricht deutlich

Willi Weber reagierte mit deutlicher Kritik auf Todts Aussagen. Gegenüber dem „Express“ sagte er: „Da bin ich erstmal sprachlos. Warum sagt er sowas? Und dann auch noch in Michaels schwieriger Situation.“ Mit Blick auf den Crash 1997 betonte Weber: „Wer Michael kennt, weiß, dass keine Absicht dahintersteckte.“

Auch die Szene in Monaco sieht er anders: „Wo kommen wir denn hin, wenn auch ein siebenmaliger Weltmeister wie Michael keine Fehler mehr machen darf?“ Zudem stellte er die Motive Todts infrage: „Das ist so lange her und ausgiebig analysiert. Will er sich etwa nachträglich von etwas reinwaschen?“

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