Brem

Nach Schock-Verletzung

Rücktritt? Das sagt Eva-Maria Brem

Ihr Ausfall schockt ÖSV-Team: Nun spricht Brem erstmals nach dem Sturz.

Eva-Maria Brem weiß, was nach ihrem Waden- und Schienbeinbruch in den nächsten Monaten auf sie zukommt, um das Comeback in den alpinen Ski-Weltcup zu schaffen. "Ich kenne den Weg. Ich weiß, wie lange er ist", so Österreichs Sportlerin des Jahres am Dienstag.

Sie hatte sich bereits im April 2010 einen doppelten Unterschenkelbruch zugezogen. Bei ihrem ersten Medientermin nach der Schock-Verletzung betonte Brem, dass "ein gebrochener Knochen die Eigenschaft hat, zusammenzuwachsen" und sie deshalb "eigentlich gesund" sei.

"Ein gebrochenes Bein ist halt blöd für die berufliche Situation als Skifahrerin", meinte die 28-jährige Tirolerin, die vielleicht am Donnerstag aus der Privatklinik in Hochrum entlassen werden könnte.

Brem will Weltcup-Comeback

Über ein Karriereende habe sie zwangsläufig nachdenken müssen: "So etwas gehört in dieser Gefühlswelt dazu, aber ich habe mir nach dem Unfall auch gedacht, dass es für Levi eng werden würde. Da sieht man, wie weit weg man von der Realität ist." In ihr ist allerdings der Entschluss gereift, weiterzumachen, stärker zurückzukommen.

"Es gilt, ein Ziel anzunehmen und auf das hinzuarbeiten", erklärte Brem. Nachdem sie mit dem Gewinn des Riesentorlauf-Weltcups die erfolgreichste Saison ihrer Laufbahn erlebte, muss sie nun in der Reha schuften. Mit dem Unfall hadert sie aber nicht.

"Wie eine Zeitlupe eingebrannt"

"Wenn man Weltklasse sein will, muss man am Limit fahren und das muss man im Training üben. Vom Unfallhergang ist der leichter zu verkraften als 2010 (beim freien Skifahren mit den Eltern, Anm.), weil ich das Training auch brauchte. Es war ein sehr cooler Trainingstag und ich habe mich super gefühlt."

Der Sturz an sich habe sich "wie eine Zeitlupe eingebrannt. Wichtig war, dass gleich alle da gewesen sind, da fühlt man sich einfach gut aufgehoben. Das schwächt das dramatische Erlebnis auch ab."