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Belgischer Sieg auf fünfter Etappe

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Dries Devenyns aus Belgien gewinnt die fünfte Etappe der Ö-Tour. Der Schweizer Michael Albasini verteidigt Gelb.

Der Belgier Dries Devenyns feierte einen Solosieg, der Schweizer Michael Albasini fährt weiter im Gelben Trikot. Die Besten der Gesamtwertung kamen am Donnerstag unbeschadet ins Ziel der 5. Etappe der Österreich-Radrundfahrt, doch mehrere Fahrer erlitten bei Stürzen auf einer regennassen Abfahrt im Finish Blessuren. Bester Österreicher nach 139 Kilometern von Wolfsberg nach Judendorf-Straßengel war der Wiener Werner Riebenbauer (Wels Gourmetfein) als Elfter, der Tiroler Stefan Denifl ist vor der Freitag-Etappe in Niederösterreich weiter Gesamt-Achter (+2:11 Minuten).

Devenyns hatte sich im Regen auf den zwei Schlussrunden von zwei Fluchtgefährten abgesetzt und holte mit 16 Sekunden Vorsprung auf den Briten Jeremy Hunt den ersten Sieg für das Team Quick-Step bei der 61. Auflage. Hunt hatte im Finish gemeinsam mit Vortagssieger Jan Barta (Elk Haus) den Anschluss an die drei Ausreißer geschafft. Das Trio hatte sich nach der Pack nach rund 50 Kilometern aus einer Spitzengruppe abgesetzt.

Haselbacher im Pech
Da wäre auch Rene Haselbacher gut positioniert gewesen. "Ich habe gewusst, dass eine Gruppe wegfahren wird und bin bei jeder Attacke mitgegangen", sagte der Burgenländer. Doch in einer Rechtskurve rutschte sein Rad weg und während er sich aufrappelte, war die vorentscheidende Attacke geritten. "Schade, es hätte ein schöner Tag werden können", sagte der Vorjahressieger von Bad Vöslau.

Doch das sollte nicht der letzte Sturz Haselbachers bleiben, der sich heuer bei der Flandern-Rundfahrt Stirn- und Nasenbein sowie einen Ellbogenknochen gebrochen hatte. Auf der Schlussrunde war er mit rund 30 Fahrern in einen Massensturz verwickelt und zog sich dabei auch auf der anderen Körperseite große Schürfwunden zu. Die schmerzten gleich viel weniger, als der Team-Vorarlberg-Profi im Ziel seinen elfmonatigen Sohn Rene in die Arme schloss.

Sein Teamkollege Harald Morscher hatte Glück, er fuhr im hinteren Teil des Feldes. "Es war ein wirklich schlimmer Sturz, einer rutschte weg und die anderen sind gefallen wie Dominosteine", sagte der Vorarlberger. Für die Italiener Luca Barla (Milram) und Manuel Belletti (Serramenti PVC) endete der Sturz nicht glimpflich, sie mussten mit Verdacht auf Brüche ins Spital gebracht werden.

Stefan Denifl war von diesem Zwischenfall nicht betroffen ("Da war Streckenkenntnis wichtig, ich bin vorne im Feld gefahren"), hat aber andere Probleme. "Es geht mir nicht so gut, ich habe seit zwei Tagen etwas Durchfall und bin froh, dass ich keine Zeit verloren habe", erklärte der 21-jährige Tiroler. Er hoffte, sich auf dem Freitag-Abschnitt von St. Pölten nach Horn wieder besser zu fühlen. Die Strecke dieser sechsten Etappe ist nach Unwettern vor einigen Tagen wieder problemlos befahrbar.

5. Etappe (Wolfsberg - Judendorf-Straßengel, 138,9 km):
1. Dries Devenyns (BEL) Quick Step 3:23:15 Stunden
2. Jeremy Hunt (GBR) Cervelo 0:16 zurück
3. Maxim Belkow (RUS) ISD-Neri 0:22
4. Jan Barta (CZE) KTM 0:25
5. Bram de Groot (NED) Rabobank 0:29
6. Martin Reimer (GER) Cervelo 1:43
7. Svein Tuft (CAN) Germin-Slipstream
8. Jan Valach (SVK) Elk Haus
9. Eloy Teruel Rovira (ESP) Contentpolis alle gleiche Zeit
10. Ben Swift (GBR) Katjuscha 1:45.
Weiter:
11. Werner Riebenbauer (AUT) ARBÖ Wels 1:45
15. Stefan Rucker (AUT) Elk Haus

20. Michael Albasini (SUI) Columbia
25. Josef Kugler (AUT) KTM
26. Dominik Hrinkow (AUT) ARBÖ Wels
31. Stefan Denifl (AUT) Elk Haus alle gleiche Zeit

Gesamtwertung:
1. Albasini 21:35:10
2. Gianpaolo Caruso (ITA) Ceramica + 0:11
3. Kevin Seeldraeyers (BEL) Quick Step 0:59
4. Ruslan Pidgornij (UKR) ISD-Neri 1:00
5. Francesco Reda (ITA) Quick Step 1:20
6. Stanislau Samojlaw (BLR) Quick Step 1:31
7. Pieter Weening (NED) Rabobank 2:02
8. Denifl 2:11
9. Thomas Peterson (USA) Garmin-Slipstream 3:43
10. Robert Kiserlovski (CRO) Fuji 3:45
Weiter:
14. Matthias Brändle (AUT) Elk Haus 6:29
36. Harald Starzengruber (AUT) Elk Haus 26:12
44. Hrinkow 28:30
47. Rucker 29:18
48. Markus Eibegger (AUT) Elk Haus 29:18

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